Hunderte von Perseiden am Himmel verglüht

Hunderte von Perseiden am Himmel verglüht

Eine Sternschnuppe zieht über dem Leuchtturm Bülk am Ufer der Ostsee ihre Bahn. Foto: Axel Heimken/dpa

Vor allem an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste und über Rügen waren die Bedingungen gut, den leuchtenden Meteorstrom zu beobachten, wie ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD) am Freitag in Offenbach sagte. Dort gab es zum Anfang der Nacht kaum störende Wolken. Auch in Ostbayern war die Sicht auf den Nachthimmel zumeist ungetrübt. Nach Angaben des Planetariums Hamburg verglühten in 80 bis 100 Kilometern Höhe pro Stunde bis zu 100 Sternschnuppen.

Über den Großstädten erschien das Spektakel allerdings deutlich schwächer. „Das Problem ist die Lichtverschmutzung“, sagte eine Sprecherin des Planetariums. Auch ein diesiger Himmel oder Nebel kann den Sternenguckern einen Strich durch die Rechnung machen. „Da reicht eine ganz leichte Schleierwolke - und schon ist game over“, sagte die Sprecherin. Günstig wirkte sich aus, dass der zunehmende Mond bereits zwischen 22.30 Uhr über Ostdeutschland und 22.50 Uhr über Westdeutschland unterging. Dadurch wirkte der Himmel dunkler.

Die Perseiden scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, doch es handelt sich um eine Wolke von Trümmerteilchen des Kometen 109P/Swift-Tuttle, in die die Erde jedes Jahr auf ihrer Umlaufbahn um die Sonne eintaucht. Der Komet wurde 1862 entdeckt und braucht für einen Umlauf um die Sonne rund 133 Jahre. Das nächste Mal dürfte er von der Erde aus also im Jahr 2126 sichtbar sein. Was in der Erdatmosphäre verglüht, sind dem Planetarium zufolge Brösel des Kometen, die er auf seiner Umlaufbahn verliert. Jedes Jahr im August kreuzt die Erde diese kosmische Trümmerspur, und die Kometenpartikel fallen auf die Atmosphäre.

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