Der neue Vorstand und Offizielle der IG BAU.  IG Bau

Der neue Vorstand und Offizielle der IG BAU. IG Bau

Nienburg 29.11.2016 Von Die Harke

IG BAU für bedingungsloses Grundeinkommen

Kreisverband bestätigt Vorsitzenden Rudi Nolte / Freude über „tolle Tarifbewegung mit guten Abschlüssen“

Bei der Mitgliederversammlung des [DATENBANK=880]IG-BAU-Kreisverbands[/DATENBANK] im [DATENBANK=340]Nienburger Kulturwerk[/DATENBANK] berichtete der Kreisverbandsvorsitzende Rudi Nolte in seinem Jahresrückblick über die Aktionen und Veranstaltungen, an denen der Kreisverband teilgenommen hat. Nolte erwähnte auch die regelmäßigen Sprechstunden im Gewerkschaftshaus und die regelmäßig stattfindenden Stammtische im Kulturwerk. Nächstes Jahr seien weitere Veranstaltungen geplant. Der stellvertretende Regionalleiter Kai Schwabe leitete die turnusmäßig stattfindende Vorstandswahl. Als Vorsitzender wurde Rudi Nolte, als Stellvertreter Helmut Adler, und als Beisitzer Ulrich Oldenburg gewählt. Als Delegierter für den Bezirksbeirat wurde gewählt Nolte, und als Stellvertreter Adler. Außerdem wurden noch Nolte und Ulrich Oldenburg als Delegierte zum Bezirkverbandstag gewählt.

Schwabe berichtete über eine „tolle Tarifbewegung mit guten Abschlüssen“, und berichtete über die durch Vorruhestand und Rente verursachten personellen Veränderungen in den Büros in Hannover, wo alle freigewordenen Stellenwieder besetzt werden konnten.

„Es ist ein Gebot der Menschenrechte und unseres Grundgesetzes, dass jeder Mensch ein Recht auf ein Leben in Würde hat.“

Das Hauptthema des Abends war das bedingungslose Grundeinkommen. Dazu habe der Kreisverband beschlossen, einen Antrag an den Bezirksverbandstag zu stellen: „Es ist ein Gebot der Menschenrechte und unseres Grundgesetzes, dass jeder Mensch ein Recht auf ein Leben in Würde hat. Eine wirtschaftliche Grundsicherung, die jedem Bürger ohne weitere Bedingungen zusteht, würde dies sicherstellen. Die momentan in Deutschland existierende Grundsicherung in Form von Hartz IV ermöglicht kein Leben in Würde und Selbstbestimmung.

Durch die Androhung von Strafen bis hin zur kompletten Streichung verursacht sie massive Existenzängste. Sie zementiert die Abhängigkeit von der Erwerbsarbeit. Lohndumping und Ein-Euro-Jobs sind die Folge.

Schon jetzt leben nur vier von zehn Menschen von ihrer Erwerbsarbeit. Alle anderen leben von staatlichen oder privaten Transferleistungen. In Deutschland kann nicht einmal jede zweite Frau langfristig ihre Existenz aus ihrer eigenen Erwerbsarbeit absichern.“

Weiter heißt es: „Durch ein bedingungsloses Grundeinkommen wären alle Bürger finanziell unabhängig. Für alle Menschen wären die Grundbedürfnisse gedeckt und eine Teilhabe am gesellschaftlichen Leben möglich. Erwerbsarbeit wäre dann nicht mehr Zwang.

Bei der Wahl eines Arbeitsplatzes hätten alle die Freiheit, sich die Arbeit auszusuchen, die ihnen besonders liegt oder die sie sinnvoll finden. Unangenehme, aber notwendige Arbeit, müsste besser entlohnt werden. Bezahlte und ehrenamtliche Arbeit wären alternativ und nebeneinander möglich.“

Es gebe sehr unterschiedliche Modelle, wie ein BGE aussehen könne. Deshalb halte es die IG BAU es für wichtig, dass sie sich als Gewerkschaft dazu positioniert, die Diskussion mitgestaltet und nicht anderen gesellschaftlichen Gruppen überlasse. In dieses Thema wolle sich der IG-BAU-Kreisverband im nächsten Jahr stärker mit einmischen.

Weitere Infos unter www.igbaunienburg.de

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Erstellt:
29. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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