12.10.2014

„Ich war Schneewittchens Stiefmutter“

Kabarettprogramm Sabine Wackernagel in der Alten Kapelle in Haßbergen

Haßbergen. Die in Kassel lebende Schauspielerin Sabine Wackernagel hat sich dieser Welt mit ihrem Programm „Ich war Schneewittchens Stiefmutter“ aus speziell weiblicher Sicht genähert. Eine lohnende Expedition erwartet die Besucher am Samstag, 18. Oktober, um 20 Uhr in der Alten Kapelle in Haßbergen. Denn während sich die männlichen Märchenfiguren wie Prinz, König, Bettelmann oder Glückspilz oft nur auf ihrem Symbolgehalt innerhalb einer Hierarchie reduzieren lassen, haben es die Frauengestalten in den Grimm‘schen Märchen in sich. Liebe, Anmut, Geduld – Hass, Wut, kriminelle Absichten: Hier füllt sich des Psychiaters Couch, und der Reiz für eine Schauspielerin ist groß, ihre Kunst bis zur Neige auszuloten. Diese fiktive Figur, „Die kluge Else“, schickt Sabine Wackernagel auf eine Reise durch die Märchenwelt. Aus ihr heraus entfaltet sie die Psychogramme zahlreicher Frauengestalten aus der Grimm‘schen Märchenliteratur, großartig macht sie das, atemlos, respektlos, humorvoll und empathisch. Zwischendurch kurz mal die Nase geschnaubt, Luft geholt und Schneewittchen, die böse Schwiegermutter, Aschenputtel und viele, viele andere weibliche Märchengestalten füllen den Raum. Sabine Wackernagel gibt ihnen Leben, Seele und intensiven Ausdruck. Es begleitet sie an diesem Abend Hartmut Schmidt, der auf dem Akkordeon die Spannungsbogen gelungen unterstreicht.

Sabine Wackernagel entstammt einer Künstlerfamilie. Ihre Eltern sind die Schauspielerin Erika Wackernagel und der Regisseur und Intendant am Ulmer Theater, Peter Wackernagel. Sabine Wackernagel absolvierte eine Schauspielausbildung in München und hatte langjährige feste Engagements in Tübingen, Freiburg und Kassel. Später wurde sie mit zahlreichen Film- und Fernsehrollen bekannt. Ihr jüngerer Bruder, der Schauspieler Christof Wackernagel und ihre Kinder, die bekannte Schauspielerin Katharina Wackernagel und Jonas Grosch als Regisseur setzen die Familientradition als Künstler fort.

Karten sind bei der Volksbank, Telefon (0 50 24) 15 25 und bei der Sparkasse in Haßbergen (0 50 24) 12 69 sowie im Internet unter www.hassbergen.de erhältlich. DH

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Erstellt:
12. Oktober 2014, 00:00 Uhr
Lesedauer:
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