Arne Hildebrandt DH

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Guten Tag 11.04.2019 Von Arne Hildebrandt

Ideallösung gibt es nicht

Es war noch ein letztes Aufbäumen, ein letzter Versuch ehemaliger Vorsitzender, den Gewerbeverein doch noch zu retten. Obwohl auch ihnen klar war, dass es aussichtslos ist. Rund eine Stunde wurde Mittwochabend während der Hauptversammlung des Gewerbevereins Liebenau diskutiert, geändert hat es nichts. Schließlich beschlossen alle 17 an der Versammlung teilnehmenden stimmberechtigten Mitglieder die Auflösung des Vereins. Nach 66 Jahren nun das Aus. Das ist bitter, aber eine logische Konsequenz. Die Mitgliederzahl hat sich in 20 Jahren halbiert, der Verein ist überaltert, die wenigen jungen Mitglieder sind beruflich und familiär so eingespannt, dass keine Zeit für Vereinsarbeit bleibt.

Gewerbeschauen mit 15.000 Besuchern, verkaufsoffene Sonntage mit Bettenrennen auf der Langen Straße, das ist lange her. Geblieben ist der beliebte Weihnachtsmarkt. Der wurde immer von Joachim Kramer organisiert. Er fand 2018 erstmals beim Heimathaus statt. Kramer war es auch, der gemeinsam mit Peter Arnold, Klaus Everding, Claus Jezek, Ronny Körner, Dieter Leiding, Hans-Georg und Mark Mühlenfeld, Olaf Patschul, Heiko Wolf und Joachim Dude im Ort die Weihnachtsbeleuchtung anbrachte und abnahm.

Dem kommissarischen Vorsitzenden Klaus Buchholz blieb zum Schluss nur noch eines: den Aktiven des Vereins für ihr Engagement zu danken. Wirtschaftsförderer Christian Alvermann dankte ebenfalls für die „tolle Zusammenarbeit“. Buchholz hat es treffend gesagt: „Ich kann die Uhr nicht rückwärts drehen, auch wenn es mit Wehmut verbunden ist. Eine Ideallösung gibt es nicht.“

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Erstellt:
11. April 2019, 19:43 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 43sec

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