Autoproduktion im VW-Werk in Emden. In der Automobilbranche berichteten «rund 90 Prozent der Unternehmen», dass sie nicht alle Materialien und Vorprodukte bekommen, heißt es vom Ifo. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

Autoproduktion im VW-Werk in Emden. In der Automobilbranche berichteten «rund 90 Prozent der Unternehmen», dass sie nicht alle Materialien und Vorprodukte bekommen, heißt es vom Ifo. Foto: Hauke-Christian Dittrich/dpa

München 01.08.2022 Von Deutsche Presse-Agentur

Ifo-Institut: Kein Ende des Materialmangels in Sicht

Fast drei Viertel der Unternehmen in Deutschland leiden unter dem aktuellen Materialmangel. Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Der Materialmangel hat die deutsche Industrie weiter fest im Griff. Fast drei Viertel (73,3 Prozent) der Unternehmen meldeten im Juli bei einer Umfrage Engpässe, wie das Münchner Ifo-Institut am Montag mitteilte. Das ist zwar minimal weniger als im Juni und der niedrigste Wert seit Februar, doch Entspannung bedeutet das nicht: „Für die nächsten Monate gibt es keine Anzeichen einer deutlichen Erholung bei der Beschaffung wichtiger Werkstoffe“, sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. Gerade in den Kernbranchen der deutschen Industrie bleibe die Lage kritisch. In der Elektroindustrie, dem Maschinenbau und in der Automobilbranche berichteten weiterhin „rund 90 Prozent der Unternehmen“, dass sie nicht alle Materialien und Vorprodukte bekommen, hieß es vom Ifo. „Neben der grundsätzlichen Knappheit bei elektronischen Komponenten tragen weiterhin auch Probleme in der weltweiten Logistik, insbesondere im Schiffsverkehr, zu den Beschaffungsproblemen bei“, erklärte Wohlrabe.

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Erstellt:
1. August 2022, 09:03 Uhr
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