Stefan Reckleben

Stefan Reckleben

23.11.2012 Von Stefan Reckleben

Igel im Garten

Große Freiheit

Sie haben einen Igel im Garten? Glückwunsch! Ihr Garten ist auch für andere Tiere ein freundlicher Lebensraum mit Büschen, Hecken, Laub und einer flachen Wasserstelle? Igel, Vögel, Schmetterlinge und andere Insekten sind Wildtiere, die den Garten das ganze Jahr bereichern. Sie freuen sich über heimische Stauden und Gehölze und verschwiegene Ecken. Romantische Bögen und Lauben mit üppigen Rosen und Schlingpflanzen bieten Verstecke und Nistmöglichkeiten. Laub- und Mulch-Schichten erhöhen die Nahrungsvielfalt, und dicht mit Blumen bewachsene Beete locken Bienen und Schmetterlinge an.

Wildtiere sind darauf eingerichtet, ihre Nahrung nach Bedarf selbst zu finden, sie müssen nicht gefüttert werden. Finden sie einen Napf mit geeignetem Futter, nehmen sie gern eine Zwischenmahlzeit und suchen danach weiter Schnecken, Würmer und Käfer. Igel, die sich jetzt ihr Fett anfressen, laufen noch bis etwa Weihnachten herum, wenn noch kein Dauerfrost herrscht. Sie suchen auch am Tag Nahrung. Kleine Igel wachsen in dieser Zeit bis zu einer Größe, die zum Überwintern ausreicht.

Für Schlafplätze sucht der Igel gern Hecken mit Laub drunter oder umgefallene Grasbüschel. Er wechselt den Schlafplatz häufiger im Sommer, um sich vor Plagegeistern zu schützen. Zum Winterschlaf baut er sich unterm Busch sein Bett in einer Mulde und bedeckt sich mit reichlich Laub. Das schützt ihn vor Frost und Austrocknung. Vielleicht wählt er auch einen Hohlraum unterm Holzstapel oder einen flachgelegten Tontopf als Schlafplatz. Nur im Haus schläft er nicht gern, zu warm, zu trocken. Er möchte schlafen, wo und wann er will und auch selbst bestimmen, wann er wieder essen geht. Uns ist unsere Freiheit ja auch lieb. Stefan Reckleben

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Erstellt:
23. November 2012, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 51sec

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