Nikias Schmidetzki DH

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Kolumnen 04.11.2017 Von Nikias Schmidetzki

Im Herbst an Tiere denken

Die Terrassenmöbel einmotten, schweren Herzens den Grill, was nicht niet- und nagelfest ist wegsortieren; der Garten wird winterfest. Dabei ist aber etwas mehr drin als reines Aufräumen. Denn: „Herbstzeit ist Pflanzzeit“, schreibt der NABU. So lasse sich ein naturnaher Garten für Schmetterlinge, Vögel und Co. anlegen. Schließlich geht es gerade Faltern und anderen Insekten aktuell alles andere als gut, wie der BUND berichtet (Beitrag auf dieser Seite). Der Herbst sei eine gute Zeit, um an die nächste Gartensaison zu denken und Vorbereitungen für einen naturnahen Garten zu treffen, schreibt der [DATENBANK=4921]NABU[/DATENBANK].

„Wenn der Boden schön feucht ist, können heimische Sträucher und Bäume gepflanzt und sogar noch Wildblumenwiesen mit mehrjährige Pflanzen gesät werden. Durch die Evolutionsgeschichte haben sich unsere Tierarten an die heimischen Sträucher angepasst. Die Früchte der Vogelkirsche und des Schwarzen Holunders werden zum Beispiel von über 60 Vogelarten gefressen“, erklärt Ulrich Thüre, Pressesprecher des NABU Niedersachsen.

Und eben auch für viele Schmetterlingsarten seien heimische Gehölze sehr wichtig: „Beispielsweise leben die Raupen des Zitronenfalters auf Kreuzdorn oder Faulbaum, die des Baumweißlings auf Apfel, Schlehe oder Weißdorn, und die Raupen des Großen Schillerfalters werden auf der Grauweide satt.“

Außer der Bepflanzung könnten aber auch kleine Rückzugsmöglichkeiten im Garten hilfreich für das Überleben von Tieren sein. In Steinmauern können zum Beispiel Eidechsen leben, und in ungenutzten Reisighaufen verstecken sich gerne Igel. „Heutzutage gibt es kaum noch verwilderte Gärten. Schmetterlingsraupen wie Tagpfauenauge, Admiral und Distelfalter brauchen aber genaue diese Flächen mit Brennnesseln, Disteln und anderen stehengelassenen Kräutern“, weiß Thüre.

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Erstellt:
4. November 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 48sec

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