Der 35. Bremer Samba-Karneval findet am 14. und 15. Februar statt. Foto: Pixabay

Der 35. Bremer Samba-Karneval findet am 14. und 15. Februar statt. Foto: Pixabay

Bremen 07.02.2020 Von epd

Im Rausch der Liebe

84 Gruppen bei 35. Bremer Samba-Karneval

Brasilianische Lebenslust gepaart mit norddeutscher Euphorie: So wünschen sich die Organisatoren des 35. Bremer Samba-Karnevals ihre tollen Tage an der Weser am 14. und 15. Februar. „Zum Jubiläum unter dem Titel ‚Im Rausch der Liebe‘ erwarten wir 84 Samba- und Stelzen-Gruppen mit mehr als 1.500 Aktiven“, kündigte Initiatorin Janine Jaeggi an.

Die meisten der Gruppen kommen aus Deutschland. Aber auch Sambistas aus den Niederlanden, Polen, Großbritannien und Dänemark wollen dabei sein, wenn eigenen Angaben zufolge Deutschlands größter Samba- und Maskenkarneval durch die Bremer Innenstadt zieht.

Dabei rechnen die Organisatoren mit bis zu 40.000 Zaungästen in den Straßen, die sich das Spektakel traditionell eine gute Woche vor Rosenmontag nicht entgehen lassen wollen. „Die Welt braucht Empathie, mehr denn je – zu Mitmenschen und zum Klima“, betonte Jaeggi mit Blick auf das Thema, das auch die Kostüme beeinflussen soll. „Ich erwarte viel Rot“, sagte sie.

Beteiligt am zentralen Umzug sind Tänzer, Musiker und Stelzenläufer. Er beginnt am 15. Februar um 12 Uhr mit einer Eröffnungsinszenierung auf dem Marktplatz. Dabei soll ein Kran einen Artisten in den Himmel heben und so für spektakuläre Bilder sorgen. Aus der Innenstadt geht es dann mit lautstarken Samba-Rhythmen und Maskentanz ins Szene-Viertel Ostertor. Dort wird auf drei Open-Air-Bühnen weiter gefeiert.

Am Abend treten mehr als 20 Sambagruppen zum „Einheizen“ in drei Kulturzentren auf. Insgesamt engagierten sich mehr als 100 Ehrenamtliche, um den Samba-Karneval auf die Beine zu stellen, hieß es. Das Budget betrage rund 70.000 Euro, bekräftigte Jaeggi.

60 Bühnenauftritte sind in Kulturzentren und Open Air geplant. 64 Gruppen mit mehr als 1.100 Aktiven wollen sich am Umzug beteiligen.

„Das Stelzenduo ‚Seelenfunken‘ aus Berlin gehört zu den kleinsten Gruppen, ein Samba-Block mit mehr als 100 Teilnehmern aus Berlin, Hamburg, Paderborn und Kirchlengern zu den größten“, sagt Programm-Koordinator Martin Sasse. Zum Jubiläum erwarteten die Bremer auch seltenen Besuch. Dudu Tucci, Lehrer und Katalysator der Sambaszene in Deutschland und Europa, kommt erstmals nach Bremen.epd

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Erstellt:
7. Februar 2020, 11:25 Uhr
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