Die Schulleitung Sonja Ötting und Sebastian Sonntag beim Probelauf in Kleingruppen für die Stützkurse an der Rahn Schule Foto: Schulen Rahn

Die Schulleitung Sonja Ötting und Sebastian Sonntag beim Probelauf in Kleingruppen für die Stützkurse an der Rahn Schule Foto: Schulen Rahn

Nienburg 14.12.2020 Von Die Harke

Immer der „NaSe“ nach

Rahn-Schule und Sprotte-Zentrum starten Projekt für Chancengleichheit

Immer der „NaSe“ nach könnte man als Leitspruch wählen, wenn es um die Bewältigung einer Krisensituation wie der Pandemie geht. Es soll beständig vorangehen. In diesem Fall bedeutet die Abkürzung NaSe“ – „Nachteile ausgleichen – Schulbildung einholen“. Es ist ein Bildungsprojekt, was die Rahn-Schulen in Verbindung mit dem Begegnungszentrum Sprotte gemeinsam durchführen.

Die getroffenen Maßnahmen zum Infektionsschutz habennach Mitteilung der Projektteilnehmer tiefgreifende Auswirkungen auf die Bildungsbiografien zahlreicher Kinder in Nienburg gehabt. Zu nennen sei der Lockdown aller Schulen im Frühjahr dieses Jahres. Besonders betroffen waren seien Schülerinnen und Schüler gewesen, die aufgrund ihrer häuslichen Situation oder einer abweichenden Muttersprache oder fehlender technischer Ausstattung im eigenen Zuhause kaum oder nicht ausreichend beschult werden konnten und somit bis heute bleibende Nachteile im Schulerfolg erlebten.

Diese Familien hätten oftmals nicht die Möglichkeit, die Kinder im Homeschooling optimal zu fördern und zu unterstützen. Um der Benachteiligung entgegenzuwirken, hat der Förderverein der Rahn-Schulen Nienburggemeinsam mit dem Begegnungszentrum Sprotte das Projekt „NaSe“ ins Leben gerufen.

Der Name sei Programm: Ehrenamtlich erarbeiten Lehrerinnen und Lehrer der Rahn-Schule sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter beider Bildungsinstitutionen den durch die Pandemie verpassten Unterrichtsstoff mit den Kindern. Dazu werden Kleingruppen je nach Leistungsstand gebildet, in denen die Hauptfächer Mathe Deutsch und Englisch unterrichtet werden.“

Der Unterricht findet zwei- bis dreimal pro Woche in den Räumen der Rahn-Schule statt. Insgesamt 30 Schülerinnen und Schüler der Klassen vier bis sechs sollen auf diesem Wege die Möglichkeit erhalten, das aktuelle Schuljahr sicher abzuschließen bzw. den Wechsel auf eine weiterführende Schule souverän vollziehen zu können.

Als Kooperationspartner ist der Sprotte-Verein am Projekt beteiligt, der sich in Nienburg für Familien und soziale Infrastruktur seit Jahren stark macht. Darüber hinaus beteiligen sich die Bürgerstiftung im Landkreis sowie die Klitzing-Stiftung mit Fördermitteln. Die 1. und 2. Vorsitzende des Fördervereions, Sonja Ötting und Bettina Baertz, sowie die Pädagogische Leitung des Sprotte-Vereins, Tamara Ritter, hoffen, dass das Projekt „NaSe“ langfristig Kindern aller Schulen in Nienburg zugutekommt und somit eine bessere Teilhabe an Bildung ermöglicht wird, heißt es abschließend.

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Erstellt:
14. Dezember 2020, 08:22 Uhr
Lesedauer:
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