Immer mehr Jugendliche in Niedersachsen schlafen schlecht. Foto: TheVisualsYouNeed - stock.adobe.com

Immer mehr Jugendliche in Niedersachsen schlafen schlecht. Foto: TheVisualsYouNeed - stock.adobe.com

Landkreis 01.10.2020 Von Holger Lachnit

Immer mehr schlafen schlecht

Immer mehr Jugendliche in Niedersachsen schlafen schlecht. Das geht aus einer aktuellen Analyse der Barmer Krankenkasse hervor. Während Ärztinnen und Ärzte im Jahr 2005 bei 132 niedersächsischen Personen im Alter von 15 bis 19 Jahren eine Schlafstörung diagnostiziert hätten, seien im Jahr 2018 bereits 2639 junge Leute betroffen gewesen. Insgesamt seien in Niedersachsen etwa 140.000 Patienten mit Schlafstörungen behandelt worden, 2015 seien es lediglich 83.000 gewesen.

„Auch jüngere Menschen dürfen anhaltende Schlafstörungen nicht auf die leichte Schulter nehmen. Sie sind unangenehm und machen krank. Dabei wird nicht nur die Leistungsfähigkeit im Beruf und beim Sport eingeschränkt, sondern sie können auch erste Hinweise auf psychische Erkrankungen sein“, schreibt die Barmer. Daher sollten Schlafstörungen beim nächsten Arztbesuch angesprochen werden.

Doch nicht jede Schlafstörung muss gleich eine psychische Erkankung sein. Viele Menschen nehmen ihre Probleme mit ins Bett. Sie lassen den vergangenen Tag Revue passieren und grübeln über mögliche bevorstehende Schwierigkeiten. Nachdenken kann man nicht abstellen. Aber man kann sich trainieren, beim Einschlafen an positive und erfreuliche Dinge zu denken.

Gar keine Lösung ist es übrigens, Alkohol zu trinken, um eine „Bettschwere“ zu bekommen. Wer Abends bewusst Alkohol trinkt, um vermeintlich besser zu schlafen, braucht professionelle Hilfe

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Erstellt:
1. Oktober 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 38sec

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