Helge Nußbaum DH

Helge Nußbaum DH

03.07.2016 Von Helge Nußbaum

Immer neue Superlative

Nach oben scheint es bei Ablösesummen oder Gehaltszahlungen im Sport keine Grenzen zu geben. Man wundert sich immer wieder, warum ein Sportler so viel Geld wert sein soll. Klar, erst die explodierenden TV-Gelder setzen diese Spirale in Gang und ich möchte auch gar keine Neiddebatte aufkommen lassen. Doch fassen kann man die kolportierten Zahlen langsam nicht mehr. Guten Tag

Helge

Nußbaum

Sportredaktion

In der amerikanischen Football-Profiliga knackten gerade die Indianapolis Colts einen neuen Rekord. Sie öffneten die Tür ihres Geldspeichers ganz weit und verlängerten mit ihrer Quarterbackhoffnung Andrew Luck um weitere sechs Jahre bis 2021. Den 26-jährigen Spielmacher macht der neue Vertrag zum bestbezahlten Footballer der Geschichte. 140 Millionen Dollar, etwa 123 Millionen Euro, kassiert Luck in diesen sechs Jahren. Macht 23,3 Millionen Dollar pro Saison, fast zwei Millionen im Monat, somit knapp 440 000 Dollar die Woche und ungefähr 2620 Dollar die Stunde – Wahnsinn. Dabei hat Luck noch nicht mal einen NFL-Meisterring am Finger.

Im Fußball gibt es auch jedes Jahr neue Rekorde. Für 55,8 Millionen Euro Ablöse wechselt der brasilanische Nationalspieler Givanildo Vieira de Souza, besser bekannt als Hulk, nach Fernost. Den 29-Jährigen zieht es von der russischen Fußballmetropole Zenit St. Petersburg in die chinesische Liga zu Shanghai SIPG. Details zu seinem Vertrag wurden nicht genannt, doch laut Medienberichten soll der Rechtsaußen rund 20 Millionen Euro im Jahr verdienen, also ungefähr 385 000 die Woche. Damit stößt er ebenfalls in die Sphären von Quarterback Luck vor.

Ich bin gespannt, ob in diesem Sommer auch noch eine neue Rekordablöse für einen Fußballspieler erzielt wird. Angeblich soll Real Madrid bereit sein, über 100 Millionen für den polnischen Bayern-Stürmer Robert Lewandowski zu zahlen. Bisher liegen der Waliser Gareth Bale und der Portugiese Christiano Ronaldo mit jeweils 94 Millionen Euro auf Platz eins. Beide wechselten ebenfalls zu Real Madrid. Mal sehen, wer sich bei den Finalspielen der Europameisterschaft noch in der Vordergrund spielt.

Übrigens: Die gesamten Vereinswechsel in der hiesigen Fußballwelt finden Sie Ende Juli wie gewohnt in unserem Saisonheft

dribbling.

Die „Wechselgebühren“ hierzulande sind übrigens weitaus humaner: Sie unterliegen den Vorgaben des Verbandes.

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Erstellt:
3. Juli 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

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