Ersten Prognosen nach könnte es immer weniger Kreis-Nienburger geben in den kommenden Jahren. Foto: Pixabay

Ersten Prognosen nach könnte es immer weniger Kreis-Nienburger geben in den kommenden Jahren. Foto: Pixabay

Landkreis 03.12.2020 Von Holger Lachnit

Immer weniger Kreis-Nienburger

Guten Tag – eine Kolumne

Laut einer Analyse des Hamburger Gewos-Instituts für Stadt-, Regional- und Wohnforschung wird die Bevölkerung in Deutschland bis 2035 nur noch leicht wachsen – um 0,7 Prozent auf dann 83,7 Millionen Menschen.

Damit eingehend, droht sich der Fachkräftemangel in vielen Branchen massiv zu verschärfen. Einer Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos für das „Handelsblatt“ zufolge wird die Zahl der Arbeitskräfte in Deutschland bis 2030 um sieben Prozent zurückgehen. Grund sei, dass es weniger Zuwanderung gibt und die geburtenstarken Jahrgänge nach und nach in Rente gehen.

Laut der Studie des Gewos-Instituts für die Jahre 2020 bis 2035 ist der Landkreis Nienburg dabei einer der Verlierer: Während die Bevölkerung in der Region Hannover um 3,6 Prozent steigen wird und auch die Nachbarlandkreise Diepholz (plus 0,8 Prozent) und Verden (plus 1,8) zulegen, sagen die Forscher für den Landkreis Nienburg einen Rückgang von 3,5 Prozent voraus. Auch der Kreis Minden-Lübbecke (minus 1,9 Prozent), Schaumburg (minus 1,5) und der Heidekreis (minus 2,5) verlieren Einwohner, aber eben bei Weitem nicht so viele wie der Kreis Nienburg.

Geht man von derzeit rund 121.000 Einwohnern im Kreis aus, so würden bis zum Jahr 2034 also 4.235 Menschen fehlen. Sinkende Einwohnerzahlen bedeuten sinkende Steuereinnahmen und auch eine Verschlechterung der Infrastruktur, weil beispielsweise kleine Kitas und Schulen nicht mehr aufrechterhalten werden können. Auch fehlen dem lokalen Einzelhandel die Kunden.

Bleibt zu hoffen, dass der Bevölkerungsrückgang nicht so stark wie vorhergesagt eintreffen wird.

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Erstellt:
3. Dezember 2020, 05:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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