Eine medizinische Mitarbeiterin mit einem Corona-Impfstoff. Foto: Sven Hoppe/dpa

Eine medizinische Mitarbeiterin mit einem Corona-Impfstoff. Foto: Sven Hoppe/dpa

Hamburg 04.02.2021 Von Deutsche Presse-Agentur

Impfverzögerungen kosten EU-Länder bis zu 90 Milliarden Euro

Für längere Verzögerungen bei der Corona-Impfaktion müssen EU-Länder einer Studie zufolge einen hohen Preis zahlen.

Nach einer Untersuchung des Kreditversicherers Euler Hermes liegen die Staaten beim Impfen derzeit fünf Wochen hinter ihrem Plan. Sollten sie diese Zeit nicht aufholen, entstünde in der EU in diesem Jahr ein Schaden von bis 90 Milliarden Euro aufgrund zu erwartender weiterer Corona-Einschränkungen.

Den Studienautoren zufolge erspart jeder investierte Euro, mit dem die Länder den Impfprozess beschleunigen, vier Euro an Ausfällen durch die Folgen der Beschränkungen des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft. Bei der momentanen Impfgeschwindigkeit werde eine Herdenimmunität erst Ende 2022 erreicht, heißt es in der Studie. Das Ziel der EU-Kommission, bis zum Sommer 70 Prozent der Erwachsenen geimpft zu haben, sei nur zu erreichen, wenn das gegenwärtige Tempo beim Impfen um das Sechsfache erhöht werde.

© dpa-infocom, dpa:210204-99-295628/2

Studie

Zum Artikel

Erstellt:
4. Februar 2021, 08:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 23sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.