Zehn Monate Haft für ehemaligen Nienburger. Paul Hill/Fotolia

Zehn Monate Haft für ehemaligen Nienburger. Paul Hill/Fotolia

Nienburg 08.11.2018 Von Andreas Wetzel

In den Keller der Nachbarin eingebrochen

Amtsgericht verurteilt 55-jährigen ehemaligen Nienburger

Ein 55-jähriger ehemaliger Nienburger wurde jetzt vom Amtsgericht Nienburg zu zehn Monaten Freiheitsstrafe verurteilt, weil er Ende Januar 2018 in den Keller einer ehemaligen Nachbarin eingebrochen und dort diverse Lebensmittel und Alkoholika sowie Werkzeug entwendet haben soll. Weiter soll er in einer Kleingartensiedlung in ein Wochenendhaus eingebrochen haben und dort ebenfalls Lebensmittel an sich genommen haben und an einem anderen Tag versucht haben, in ein anderes Gebäude in der Kleingartenkolonie einzubrechen.

Im Einzelnen wurde ihm vorgeworfen während, seiner Zeit in Langendamm in den Keller einer Nachbarin eingebrochen zu haben und dort unter anderem 15 Stück Butter, diverse Fischkonserven sowie einige tiefgefrorene Lebensmittel und darüber hinaus diverse Alkoholika wie 18 Flaschenwein, zwei Flaschen Whisky, drei Flaschen Korn und eine Kiste Bier entwendet zu haben.

Dem Angeklagten wurde vorgeworfen, unter anderem Butter, Fischkonserven, tiefgefrorene Lebensmittel und diverse alkoholische Getränke aus dem benachbarten Keller gestohlen zu haben.

Der Angeklagte wurde von Rechtsanwalt Harald Brauer vertreten. Der gab für seinen Mandanten an, dass der sich zur fraglichen Zeit aufgrund eines massiven Alkoholrückfalls in einer Ausnahmesituation befunden habe. Er räume ein, in den Keller der Nachbarin eingebrochen zu haben, allerdings habe er nicht Waren in dem Umfang entwendet, wie es bei der Anzeigenerstattung angegeben wurde, sondern er habe lediglich seinen Rucksack mit Spirituosen vollgepackt. Im großen Ganzen könne er sich aber kaum an die Tat erinnern, da er zu stark betrunken war.

Auch räumte er den Einbruch und den Einbruchsversuch in der Kleingartenkolonie ein. Auch hier habe er, weil er seine Wohnung verloren habe, nur übernachten und etwas essen wollen und nach Alkohol gesucht. Auch in diesen Fällen habe er aber kaum Erinnerungen an die Vorfälle, da er betrunken gewesen sei.

Im Rahmen der Verhandlung wurde bekannt, dass beim Einbruch in den Keller zwischen Tatzeit und Anzeigenerstattung mehr als neun Tage vergangen waren, sodass nicht ausgeschlossen werden konnte, dass weitere Personen in den Keller der Nachbarin eingedrungen sein könnten, um dort einige Gegenstände zu entwenden.

Das Gericht und die Staatsanwaltschaft gingen nunmehr davon aus, das Alkoholika im Wert von 100 Euro aus dem Keller der Nachbarin entwendet wurde.

Der Angeklagte lebt mittlerweile in Gifhorn in einer stationären Pflegeeinrichtung und hat sein Alkoholproblem in den Griff bekommen.

Die Staatsanwaltschaft forderte für den Angeklagten für die beiden Einbrüche je sechs Monate Freiheitsstrafe und für den Einbruchsversuch eine Geldstrafe von 90 Tagessätzen zu zehn Euro, die zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zehn Monaten zusammengezogen werden sollte.

Das Gericht schloss sich dem Antrag der Staatsanwaltschaft an und verurteilte ihn zu den zehn Monaten Freiheitsstrafe, die für drei Jahre zur Bewährung ausgesetzt wird.

Darüber hinaus wird ihm ein Bewährungshelfer beigeordnet.

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Erstellt:
8. November 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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