Zum ersten Mal begab sich der Seniorentreff des Museums Nienburg unter der Leitung von Gisela Deller für zwei Tage in die Region Ostfriesland/ Jeverland. Das Foto entstand vor dem Schloss Jever. Museum Nienburg

Zum ersten Mal begab sich der Seniorentreff des Museums Nienburg unter der Leitung von Gisela Deller für zwei Tage in die Region Ostfriesland/ Jeverland. Das Foto entstand vor dem Schloss Jever. Museum Nienburg

Nienburg 21.09.2019 Von Die Harke

In die alte Heimat von Dr. Eilert Ommen

Seniorentreff des Museums Nienburg besuchte Ostfriesland und das Jeverland

Zum ersten Mal begab sich der Seniorentreff des Museums Nienburg unter der Leitung von Gisela Deller für zwei Tage in die Region Ostfriesland/Jeverland. Der ehemalige Museumsleiter Dr. Eilert Ommen hatte bereits vorher in einem Vortrag in die so vielfältige Thematik eingeführt und unterstützte Gisela Deller während der Fahrt in seine alte Heimat.

Die Fahrt ging frühmorgens zum alten Kapitänshaus „Wiechers Huus“ nach Westeraccumersiel, wo seit kurzem das einzigartige Zweisielemuseum untergebracht ist. Ein besonderes Erlebnis speziell für alle Binnenländer war die anschließende Führung durch das Siel- und Schöpfwerk Dornumersiel. Hier wurde allen klar, dass nur durch eine geregelte Entwässerung ein Leben und Wirtschaften im Küstenraum möglich ist. Eine Führung und ein Orgelkonzert in der Bartholomäuskirche Dornum rundeten den ersten Tag ab, bevor es in die Unterkunft bei Wittmund ging.

Am nächsten Tag standen zunächst die Stadt Jever mit einem Stadtrundgang sowie Besuchen des Schlossmuseums, des Edo-Wiemken Renaissancegrabmals – dem letzten Herrscher aus diesem ostfriesischen Häuptlingsgeschlecht – und des Gröschlerhauses auf dem Programm. Außerdem wurde der Standort der ehemaligen Synagoge und das jetzige Zentrum für jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region Friesland/Wilhelmshaven besichtigt und anschließend eine Fahrt durch das Jeverland unternommen.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der St. Stephanuskirche in Schortens, die bereits im 12. Jahrhundert als Steinkirche erbaut wurde. Auf einem künstlichen Hügel war sie weithin sichtbar. Für viele aus der Seniorengruppe war überraschend, dass damals aufgrund fehlender einheimischer Materialien Tuffsteine per Lastkahn von der Vulkaneifel nach Friesland gebracht wurden.

Den Abschluss der Fahrt bildete ein Besuch des Jadeküstenortes Hooksiel, ganz nahe der neuen Industrieansiedlungen von Wilhelmshaven. Die Teilnehmer waren überrascht von der Vielfalt der Natur, Geschichte und Kultur der Küstenregion; ebenso vom „Reichtum“ der Landschaft schon in historischer Zeit. Die Bewohner hatten trotz der ständigen Bedrohung durch das Wasser von binnen und von „buten“ (Sturmfluten) das Land nie aufgegeben.

Zum Artikel

Erstellt:
21. September 2019, 23:05 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 59sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.