Ana Luiza Barros Delazari aus Brasilien, Enrique Giancarlo Valdés Padilla aus Mexiko und Lauren Jane Pitts aus den USA (vorn, von links) mit Gasteltern und -geschwistern sowie dem Rotary-Jugenddienstbeauftragten Volker Speckmann (rechts).Foto: Büsching

Ana Luiza Barros Delazari aus Brasilien, Enrique Giancarlo Valdés Padilla aus Mexiko und Lauren Jane Pitts aus den USA (vorn, von links) mit Gasteltern und -geschwistern sowie dem Rotary-Jugenddienstbeauftragten Volker Speckmann (rechts).Foto: Büsching

Stolzenau 22.12.2019 Von Annika Büsching

In nur vier Monaten Deutsch gelernt

Rotary-Austausch als Karrierebaustein und Horizonterweiterung / Bereicherung für Gastfamilien

Seit rund vier Monaten leben Ana Luiza Barros Delazari aus Brasilien (17), Enrique Giancarlo Valdés Padilla aus Mexiko (17) und Lauren Jane Pitts aus den USA (18) in Deutschland. Alle drei nehmen am rotarischen Jugendaustausch teil und verbringen ein Jahr in verschiedenen Gastfamilien im Landkreis.

Der HARKE haben sie von ihrer Motivation und ihren Erfahrungen erzählt – auf Deutsch, versteht sich, denn das Verbessern ihrer Sprachkenntnisse hat für alle drei hohe Priorität.

Ingenieurinnen wollen die beiden jungen Frauen später einmal werden und da sei es sicher nicht von Nachteil, Deutsch zu können, sagt Lauren. In Brasilien seien Deutschkenntnisse nicht sehr verbreitet, erklärt Ana, da habe sie sicher Vorteile. Giancarlo setzt auf internationale Wirtschaft, da helfe Auslandserfahrung sicher weiter.

Doch der Jugendaustausch habe nicht nur Auswirkungen auf den Lebenslauf und eine spätere Karriere, ist Rotary-Jugenddienstbeauftragter Volker Speckmann überzeugt. Die sozialen Aspekte spielen seiner Meinung nach eine eben so große Rolle: Fremde Kulturen kennenlernen und so den eigenen Horizont erweitern, selbstständiger werden und zu einer noch stärkeren Persönlichkeit heranwachsen.

Auch für die Gastfamilien – in diesem Fall die Familien Rode und Helfers/Schauring aus Nienburg sowie Familie Matthias aus Loccum – seien die jungen Leute aus dem Ausland eine Bereicherung. Dass dies der Fall ist, zeigt sich spätestens, als Jule und Mira Matthias Ana, ihrer Gastschwester auf Zeit, um den Hals fallen.

Wir haben eine Tochter dazugewonnen, das ist was fürs Leben. Beatrix und René Matthias

„Wir haben definitiv eine Tochter dazugewonnen, das ist was fürs Leben“, sagen Beatrix und René Matthias. Während der Besuch aus Brasilien, Mexiko und den USA Deutschland kennenlernt, sind die Kinder der genannten Familien übrigens im Ausland unterwegs. DIE HARKE berichtete Anfang des Jahres über Isabell Matthias, Daphne Helfers und Hanna Rode.

Giancarlo, Lauren und Ana haben in den vier Monaten in Deutschland nicht nur die Sprache gelernt, sondern auch viel gesehen. Rotary organisiert verschiedene Ausflüge und Reisen, auch mit ihren Gastfamilien sind die Schüler auf Tour. Im Alltag sind sie längst angekommen, wundern sich aber nach wie vor über einige Eigenheiten der Deutschen, zum Beispiel darüber, dass die meisten an roten Ampeln stehen blieben, auch wenn gar kein Auto komme.

Einige Dinge kommen bei den drei Jugendlichen aber besonders gut an. Während Ana und Lauren mit Schnitzel und Käse-Lauch-Suppe insbesondere vom Essen schwärmen („Total lecker!“), ist Giancarlo Fan der deutschen Architektur: „Ich schaue mir gern die alten Gebäude an“, sagt er.

Im Januar wechseln die Austauschschüler in neue Gastfamilien, um den Einblick in den deutschen Alltag noch breiter zu gestalten. Die Rückkehr in die Heimat ist für den Sommer geplant.

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Erstellt:
22. Dezember 2019, 20:49 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 23sec

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