Vier weitere Menschen aus dem Landkreis Nienburg sind an oder mit dem Virus verstorben. Foto: Alessandro Biascioli - stock.adobe.com

Vier weitere Menschen aus dem Landkreis Nienburg sind an oder mit dem Virus verstorben. Foto: Alessandro Biascioli - stock.adobe.com

Landkreis 11.02.2021 Von Sebastian Schwake

Infektionsgeschehen im Landkreis bleibt hoch und diffus

Vier weitere Todesopfer und 19 Corona-Neuinfektionen / Mutation in elf Fällen im Landkreis Diepholz nachgewiesen

Im Landkreis Nienburg sind vier weitere Menschen an oder mit dem Virus verstorben. Zwei der Verstorbenen sind nach Angaben des Landkreises weit über 80 Jahre alt und zwei älter als 60 Jahre gewesen. Die Über-60-Jährigen seien mehrfach vorerkrankt gewesen. Bislang starben 92 Menschen an oder mit dem Virus. Es gibt 19 neue Fälle. Der Inzidenzwert sank auf 135,9.

Unter den neuen Fällen ist ein weiterer in der AWO Marklohe: Es ist der 48. Fall in der Einrichtung. In der Kita Sterntaler gibt es weitere Fälle unter Mitarbeitern und Kindern: Infiziert sind sieben Erzieherinnen und zwei Kinder. Die Einrichtung ist aktuell geschlossen. Aktuell infiziert sind im Landkreis 371 Menschen. Bislang gibt es 2412 Fälle. 1307 Personen sind in Quarantäne.

Das Infektionsgeschehen im Landkreis bleibt hoch und unerklärlich. Den rechtlich-bindenden Inzidenzwert gab das Landesgesundheitsamt für den Landkreis mit 142,5 an. Es ist der dritthöchste Wert in Niedersachsen. „Wir haben weiterhin ein diffuses Infektionsgeschehen“, sagt Landkreispressesprecher Cord Steinbrecher.

Das Infektionsgeschehen in den Heimen und den Kliniken mache aktuell etwa ein Drittel der positiven Fälle aus. „In vielen Fällen wissen wir nicht, wo sich die Menschen angesteckt haben“, sagt er. Ohne das Infektionsgeschehen in Heimen hätte der Landkreis einen Inzidenzwert zwischen 80 und 90, sagt er – und damit einen im Vergleich zu umliegenden Landkreisen immer noch höheren Wert. Mutationen sind nicht für die vielen Neuinfektionen verantwortlich.

Bislang gibt es im Landkreis keinen Nachweis einer Coronamutation in einem positiven Befund. Mutationen gelten als ansteckender als das Ursprungsvirus. Es werde fortlaufend auf Mutationen analysiert. Die Helios-Kliniken schicken nach Angaben des Kreises wöchentlich zehn bis 15 Proben für eine Mutationsanalyse in ein spezielles Labor. In der Regel gibt es einen Tag später ein Ergebnis. Es werden bis zu fünf Prozent der positiven Proben sequenziert und auf Mutationen analysiert.

Im Kreis Minden-Lübbecke gibt es zwei weitere Corona-Todesopfer: Verstorben sind an oder mit dem Virus eine 89-jährige Frau aus Hüllhorst und ein 78-jähriger Mann aus Bad Oeynhausen. Zudem gibt es 27 neue Fälle. Aktuell infiziert sind 736 Menschen (Inzidenzwert: 58,3). Bislang gibt es 8781 Fälle.

Im Landkreis Diepholz ist in elf Fällen die britische Mutation des Coronavirus nachgewiesen worden. Es gibt 18 neue Fälle. Aktuell infiziert sind 101 Menschen (Inzidenzwert: 47). Bislang gibt es 4279 Fälle.

Neun Neuinfektionen meldet der Landkreis Verden. Dort sind 76 Personen aktuell infiziert (Inzidenzwert: 18,2). Bislang sind 2441 Infektionen nachgewiesen worden.

Im Heidekreis gibt es zehn neue Fälle. Infiziert sind aktuell 93 Menschen (Inzidenzwert: 21,3). Bislang gibt es 2103 nachgewiesene Fälle.

Der Landkreis Schaumburg meldet zehn Neuinfektionen. Derzeit infiziert sind 156 Menschen (Inzidenzwert: 46,9). Bislang gibt es 2668 Fälle.

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Erstellt:
11. Februar 2021, 18:23 Uhr
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Lars Gronemeier 11.02.202119:56 Uhr

Nur mal eine Frage. Warum werden Ehepartner von positiv Getesteten und dann noch mit Symptomen hier im Landkreis nicht getestet? Da ich aus NRW stamme, kenne ich schon lange die Spätfolgen dieses Virus. Was genau soll der Mist!?

Grüße Lars Gronemeier


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