Infineon nimmt wichtige Hürde für Cypress-Übernahme

Infineon nimmt wichtige Hürde für Cypress-Übernahme

Der Chiphersteller Infineon hat bei der geplanten Übernahme des US-Konkurrenten Cypress Semiconductor eine wichtige Hürde genommen. Foto: Peter Kneffel/dpa

Das Committee on Foreign Investment in the United States (CIFUS) gab grünes Licht für das neun Milliarden Euro schwere Geschäft, wie Infineon und Cypress am Montag mitteilten. Jetzt steht nur noch die Genehmigung der chinesischen Behörde SAMR aus. In China machen die Neubiberger einen bedeutenden Teil ihres Umsatzes.

Mit der Übernahme könnte es nun relativ schnell gehen, nachdem es noch vergangene Woche Gerüchte gegeben hatte, dass das CIFUS die größte Übernahme in der Geschichte von Infineon platzen lassen könnte. „Wir halten an unserer Erwartung fest, dass die Übernahme Ende des laufenden oder Anfang des kommenden Quartals abgeschlossen werden kann“, sagte ein Infineon-Sprecher. „Allerdings ist die Ausbreitung des Coronavirus an dieser Stelle ein Unsicherheitsfaktor.“

Zudem verwies er auf die ausstehende Genehmigung aus China: „Der Abschluss der Übernahme unterliegt weiterhin der Genehmigung durch die Staatliche Verwaltung für Marktregulierung Chinas“ sowie weiteren Bedingungen, betonte Infineon. Details zum Verlauf der Prüfung wollte der Sprecher mit Verweis auf das laufende Verfahren nicht nennen.

Infineon-Chef Reinhard Ploss hatte sich in den vergangenen Wochen und Monaten mit Blick auf die Übernahme immer wieder betont zuversichtlich gezeigt. Für ihn wäre der Vollzug des Deals ein enorm wichtiger Baustein, um den Chipkonzern fit für die Zukunft zu machen. Infineon will mit der Übernahme von Cypress in die Top Ten der Halbleiterhersteller weltweit aufsteigen. Bei der Hauptversammlung des Unternehmens im Februar sagte Ploss: „Die Übernahme ist die größte Transformation in der Unternehmensgeschichte.“