Nienburg 15.02.2018 Von Die Harke

Informationsabend und „Tag der offenen Tür“

Integrierte Gesamtschule (IGS) Nienburg stellt sich vor

Viele Eltern von Grundschülern werden in den nächsten Wochen eine Entscheidung über die weiterführende Schule für ihre Sprösslinge treffen müssen. Die Integrierte Gesamtschule (IGS) Nienburg lädt daher zu zwei Veranstaltungen ein. Ein Informationsabend am Dienstag, 20. Februar, richtet sich an die Erziehungsberechtigten der jetzigen Viertklässler aller Kreis-Nienburger Grundschulen. Ein „Tag der offenen Tür“ informiert am Nachmittag vom Freitag, 2. März, alle Eltern und Kinder über das Konzept und die Unterrichts-Angebote.

Am Informationsabend erhalten die Eltern einen Überblick über die Arbeit und Rahmenbedingungen an der Gesamtschule, wesentliche Informationen zum Stundenplan, zu bestimmten Fächern sowie zu Wahlpflichtkursen, Werkstätten, Lernentwicklungsberichten, Leistungsdifferenzierung und Studierzeiten. Nach einer gemeinsamen Einführung im Foyer des neuen Schulgebäudes am Berliner Ring 47 werden vertiefende Gespräche an Infoständen angeboten. Die Eltern können sich mit den Fachlehrkräften austauschen und über spezifische Angebote informieren.

„Alle Abschlüsse von den Jahrgängen 9 bis 13 sind an der [DATENBANK=565]IGS[/DATENBANK] möglich. Im Sommer 2019 beziehen die Schüler die neue Oberstufe im gerade entstehenden Anbau. Der zukünftige Schulabschluss sowie die Entscheidung für eine Berufs- oder Studienwahl kann durch gemeinsames Lernen bis Klasse 10 möglichst lange offen gehalten werden“, teilt die IGS dazu mit.

Nach dem Schnupperunterricht im November, an dem 300 Kinder teilgenommen haben, soll der „Tag der offenen Tür“ die Gelegenheit bieten, weitere Fragen zu stellen und an Mitmachaktionen oder Schulführungen teilzunehmen.

Zu den grundlegenden Unterschieden einer Gesamtschule zu anderen Schulformen heißt es vorab bereits: „Bis Jahrgang 8 gibt es für jedes Fach Lernentwicklungsberichte, die ausführlich über den Lernstand und das Arbeits- und Sozialverhalten des Kindes informieren und für die meisten Befragten aussagekräftiger sind als eine Ziffernnote. Ab der 9. Klasse gibt es Noten-Zeugnisse mit zusätzlichen kurzen Berichten in ausgewählten Fächern. Da es an der IGS kein ‚Sitzenbleiben‘ gibt, ist der Leistungsdruck stark minimiert.

Besonderer Wert wird von Anfang an auf eine ausführliche Berufs- und Studienorientierung sowie lebensbezogenes, praktisches Lernen gelegt. Kein Kind muss sich zu früh festlegen. Warum soll ein Hauptschüler nicht auch Latein lernen dürfen und warum eine spätere Akademikerin nicht auch mit der Bohr- oder Nähmaschine umgehen können, fragte Professor von Saldern von der Universität Lüneburg beim Gesamtschultag Anfang Februar.

Auf diesem Gesamtschultag stellte die IGS Nienburg in einem Workshop für andere Gesamtschulen ihr Konzept für den Praxis-Bezug im Fach TOP vor: Im Themenorientierten Projektunterricht (TOP) ‚begreifen‘ die Schüler im wahrsten Sinne des Wortes, sie erforschen ein Thema fächerübergreifend und im Team, arbeiten praktisch und stellen Produkte her, die die Gäste auch am ‚Tag der Offenen Tür‘ betrachten können. Des Weiteren besuchen die Schüler der IGS Nienburg in der Mittagspause neben der Mensa die Studierzeiten, in der sie altersgemischt Aufgaben unter Aufsicht und mit Beratung erledigen, sie dokumentieren ihren Schultag im Lerntagebuch.“

Formulare und Termine für die Anmeldetage vom 16. bis 19. April werden vergeben, um Wartezeiten zu vermeiden.

Die Veranstaltungen

Dienstag, 20. Februar, 19 Uhr:

Infoabend für Erziehungsberechtigte der aktuellen Viertklässler

Freitag, 2. März, 15 bis 18 Uhr:

„Tag der offenen Tür“ für alle

16. bis 19. April, 8 bis 18 Uhr:

Anmeldetage für neuen fünften Jahrgang

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Erstellt:
15. Februar 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 36sec

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