Infos zur multinationalen Dienststelle

Infos zur multinationalen Dienststelle

Generalinspekteur General Eberhard Zorn (links) überreicht Oberst Frank Hartwig ein Wappen zur Erinnerung an seinen Besuch in der Langendammer Clausewitz-Kaserne. Jonas Weber / Bundeswehr

Die Soldatinnen und Soldaten der Clausewitz-Kaserne in Langendamm haben überraschend Besuch vom obersten militärischen Vorgesetzten der Bundeswehr bekommen. Der Generalinspekteur General Eberhard Zorn schaute zur Dienstaufsicht vorbei. „Das Zentrum für Zivil-Militärische Zusammenarbeit bereitet sich gerade auf die größte multinationale CIMIC-Übung, „Joint Cooperation 2018“, vor“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Sie beginnt am 8. November im Raum Nienburg. Auch die derzeit laufenden Vorarbeiten zur Umstrukturierung des Zentrums zu einer multinationalen Dienststelle sei für den Generalinspekteur von großem Interesse gewesen. Oberst Hartwig, stellvertretender Kommandeur des Zentrums, begrüßte den Generalinspekteur und erläuterte die Struktur und die Aufgaben des Zentrums. Als Schulungseinrichtung bildet es Fachleute für die Bundeswehr in der zivil-militärischen Zusammenarbeit aus. Zum anderen ist das Zentrum der zentrale Truppensteller solcher Spezialisten für Auslandseinsätze der Bundeswehr. „Seine Soldatinnen und Soldaten sind in nahezu allen Aus-landseinsätzen der Bundeswehr vertreten, zurzeit mit Schwerpunkt in Mali“, heißt es im Bericht von Christian Peter.

In einer Arbeitsbesprechung informierte sich Zorn über den aktuellen Sachstand der Vorbereitungen für die Übung „Joint Cooperation“. „Ich bin beeindruckt, wie dieses Zentrum nicht nur von Multinationalität spricht, sondern sie bereits praktiziert“, stellte der General fest. Dass 20 Nationen vertreten seien, belege die große Nachfrage nach dieser Leistung im sogenannten Framework Nation Concept der NATO. „Dieses Konzept ist eine Vereinbarung verschiedener NATO-Staaten zur engeren Abstimmung und Zusammenarbeit“, heißt es dazu von Peter.

Hartwig erläuterte zudem den Stand bei den Planungen, das Zentrum für Zivil-Militärische Zusammenarbeit zum „Multinational CIMIC Command Nienburg“ umzugliedern. Ziel dieser Umgliederung sei eine institutionalisierte, bessere Zusammenarbeit von NATO-Partnern und Staaten der Europäischen Union (EU) bei der zivil-militärischen Zusammenarbeit im Auslandseinsatz (CIMIC). „Das Framework Nation Concept weist der Bundeswehr hier eine Führungsrolle zu. Das macht sich in der Clausewitz-Kaserne auch ganz praktisch bemerkbar beispielsweise durch Sanierungs- und Umbaumaßnahmen für Unterkünfte.“ In den nächsten Jahren sollen weitere Soldaten auch aus anderen NATO- und EU-Staaten in der Weserstadt ihren Dienst leisten. Der erste niederländische Soldat ist schon da.

Beim Rundgang durch die Kaserne informierte sich Zorn über die Ausstattung und Räumlichkeiten: „Die Infrastruktur für Ausbildung und Unterbringung und die vorhandenen Betreuungseinrichtungen überzeugen mich sehr“, sagte er. „Man sieht, dass sich hier in enger Zusammenarbeit mit dem Bundeswehr-Dienstleistungszentrum vorbildlich um die Kaserne gekümmert wird.“

Zorn besuchte auch die Teilnehmer des Lehrganges „Nationale territoriale Reserve“: Es freue ihn, „so hochmotivierte Reservedienstleistende aus allen Teilen Deutschlands und den verschiedensten Berufsgruppen bei dieser praktischen Ausbildung zu sehen“, rief er den Lehrgangsteilnehmern zu.