Sabine Lüers-Grulke DH

Sabine Lüers-Grulke DH

Landkreis 12.10.2018 Von Sabine Lüers-Grulke

Internet kommt – ÖPNV muss auch

Guten Tag

Der Breitbandausbau schreitet voran. Das ist immens wichtig. Doch immer noch gibt es Haushalte im Landkreis, in denen kein Internet zu haben ist. Genauso wenig wie Handy-Empfang. Urlauber erzählen davon, dass sie mitten im afrikanischen Busch oder auf hoher See besseren Empfang gehabt hätten als in Teilen Deutschlands. Beispiele gibt es genug: Ob in Warpe, Staffhorst oder Holte, überall klaffen noch Löcher in der Funkempfangskarte. In diesem Jahr konnten Handynutzer der niedersächsischen Landesregierung solche Funklöcher melden. 8000 wurden aufgezeigt. Allein vom Wiegen wird die Sau auch nicht fett. Deshalb muss der Auflistung der Mängel konsequenterweise auch deren Beseitigung folgen. Ob und wie die Netzbetreiber den Zustand, in vielen ländlichen Regionen nicht mal mobil telefonieren zu können, beheben wollen, steht nach wie vor in den Sternen.

Natürlich ist das nicht so lukrativ wie die Versorgung von Städten, wo Haushaltsabdeckungen von 100 Prozent ganz einfach möglich sind. Wenn aber der ländliche Raum überleben soll, muss er zumindest – was Internet und Funknetzabdeckung angeht – mit den Städten gleichziehen. Dann kann man auch dort leben und arbeiten, wo die Menschen laut Umfragen am liebsten wohnen: auf dem Land.

Bei den derzeit horrend steigenden Mietspiegeln in vielen größeren Städten könnte das Leben auf dem Land durchaus wieder attraktiv werden. Neben der Internetversorgung wird aber auch der Öffentliche Personennahverkehr eine Rolle spielen. Wenn es auf dem Land einen ÖPNV gebe, der den Namen auch verdient, mit dem beispielsweise alle halbe Stunde die nächste Stadt erreicht werden kann – ja, dann kann man auch ohne Auto auf dem Land wohnen bleiben.

Zum Artikel

Erstellt:
12. Oktober 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 50sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.