Die Vorsitzende der Uchter Landfrauen Gabi Lübber (rechts) freute sich, dass Parvin Hemmeke-Otte zu Gast war. Landfrauen Uchte

Die Vorsitzende der Uchter Landfrauen Gabi Lübber (rechts) freute sich, dass Parvin Hemmeke-Otte zu Gast war. Landfrauen Uchte

Uchte 22.02.2017 Von Die Harke

Iranerin zu Gast bei den Landfrauen

Unterschiede zwischen deutscher und iranischer Kultur mit einem Diavortrag vorgestellt

Parvin Hemmeke-Otte aus Braunschweig berichtet mit einem Diavortrag aus ihrer Heimat Iran bei den [DATENBANK=2896]Landfrauen in Uchte[/DATENBANK]. Vorsitzende Gabi Lübber begrüßte kürzlich 63 Landfrauen und Gäste im Hof Frien in Höfen zu einem interessanten Bericht. Nach dem Kaffeetrinken stellte sich die Referentin des Nachmittags den Teilnehmerinnen vor.

Zum Studieren kam sie 1980 nach Deutschland. Sie studierte in Kassel Internationale Agrarwirtschaft. Dort lernte sie ihren Mann kennen, den sie 1987 heiratete. Das Paar bewirtschaftet einen Ackerbaubetrieb mit Weihnachtsbaumplantage in Bienrode bei Braunschweig. Seit 2001 ist sie Kreisvorsitzende des Landfrauen-Kreisverbandes Braunschweig. An Deutschland mag sie besonders die Pünktlichkeit, „im Iran geht alles lockerer zu“.

Ein Schock war für sie, dass man sich hier öffentlich küssen und umarmen kann, das sei im Iran unmöglich. Um in Deutschland integriert zu werden, sei es wichtig, schnell die deutsche Sprache zu lernen und sich ins Vereinsleben einzubringen.

Sie ist inzwischen in vielen Vereinen Vorsitzende, bietet Ess- und Kulturabende an, sie betreut ehrenamtlich Flüchtlinge, hat viele Gesprächsgruppen und vieles mehr. Die Idee von einer eigenen Landfrauenhandcreme stammt auch von der Iranerin.

Reisegruppen – vorwiegend Landfrauen – begleitet sie und zeigt ihnen ihre ursprüngliche Heimat den Iran. „Die Teilnehmerinnen haben alle ein positives Bild vom Iran und den Menschen kennengelernt.“

Da sie in Kerman eine Pistazienplantage geerbt hat, fährt sie regelmäßig zweimal im Jahr, vor allem im Herbst zur Erntezeit in den Iran. Ihr Mann begleitet sie meistens. Dann trägt sie auch ein Kopftuch, in Deutschland zeigt sie ihr Haar offen.

Mit Dia-Bildern hat Parvin Hemmeke-Otte den Landfrauen in Uchte Paradiesgärten, prachtvolle Moscheen und Basare gezeigt.

In den Schulen des Landes wird eine Schuluniform getragen. Jede Schule hat eine andere Farbe der Kleidung.

Die iranische Esskultur hat die Referentin weitgehend in Deutschland übernommen. Im Iran isst man keine Kartoffeln, sondern vorwiegend Reis als Beilage.

„Wenn ich im Iran bin, bin ich Iranerin, und wenn ich hier bin, dann bin ich auch Deutsche, und so lebe ich gut in beiden Kulturen“, schilderte sie. Parvin Hemmeke-Otte beantwortete noch viele Fragen von den Teilnehmerinnen zur Kultur und der Stellung der Frau im Iran.

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Erstellt:
22. Februar 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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