Nikias Schmidetzki DH

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Kolumnen 19.08.2017 Von Nikias Schmidetzki

Ist doch alles Wurst?

Grillen geht immer. Vielleicht sind manchmal die äußeren Bedingungen eher suboptimal. Bei kräftigem Pladderregen ist die Freude an der Speisezubereitung unter freiem Himmel gerne leicht getrübt. All zu starker Wind kann Spaß und Geselligkeit dabei auch stark einschränken. Aber grundsätzlich gilt: Grillen geht immer. Und Grillen ist vielerorts nach wie vor eine Männerbeschäftigung. Dass ausgerechnet die Internetseite www.heimwerker.de Listen übers Grillen veröffentlicht, spricht im Grunde für sich. Demnach stehen vor allem Schweinefleisch in Form von Grillfleisch und Würstchen hoch im Kurs. Und woher kommt es? „Eingeschweißtes Grillfleisch, Bratwürste im Zehner- oder Zwanziger-Pack: Bei vielen Verbrauchern landet die Massenware im Einkaufskorb, wenn sie die Lust zum Grillen umtreibt. Denn – laut einer Umfrage von Lidl – kommen zu rund 81 Prozent Schweinefleisch auf dem Grill. Erst danach kommen Geflügel und Rind.“ Zwar gaben nur 39 Prozent an, sie würden Gemüse grillen, doch gewinnt fleischloses Grillgut zunehmend an Beliebtheit. Dagegen wird Fisch eher selten gegrillt, obwohl es auch dafür jede Menge Rezepte gibt. „Gemüse landet mittlerweile fast ebenso häufig auf dem Grill wie Fleisch und Würstchen. Wer es dagegen herzhaft mag, grillt Käse und gönnt sich zum Abschluss gegrilltes Obst als Nachtisch“, heißt es auf der Internetseite.

Es sind aber auch andere Publikationen, die sich dem Grillen widmen. „Die Welt“ etwa berichtete im vergangenen Sommer, Schnitzel und Steaks lägen knapp vor Würstchen, Spieße – allgemein gehalten – folgen auf Platz drei. Einigkeit herrscht aber offenbar beim Schwein. Dessen Fleisch ist unangefochtene Nummer eins, auch weil es Bestandteil sowohl der meisten Würstchen als auch von Fleischstücken ist.

In fast 90 Prozent aller deutschen Haushalte ist übrigens laut dem Unternehmen Statista (mindestens) ein Grill vorhanden. Bei Männern, das überrascht wahrscheinlich nicht, sind es ein paar mehr als bei Frauen. Kein Wunder eigentlich: Dasselbe Portal meldet, dass neun Prozent der Befragten Grillen als beliebte Freizeitbeschäftigung angeben. Dazu reichte allerdings einmal im Monat aus. Zum Vergleich: Kochen nannten 65 Prozent. Auf Einweg-Grills greifen einer Statistik zufolge weniger als drei Prozent zurück.

In anderen Sphären als die meisten Griller sind Semi-Profis wie die Freunde von 58108 oder der 47834 unterwegs. Sie treten bei Meisterschaften an, probieren immer mal wieder Neues aus. Nur köcheln und bruzzeln sie dafür eben in der Regel nicht in der heimischen Küche, sondern im Garten oder an anderer Stelle unter freiem Himmel.

Einen schönen Sonntag – vielleicht ja sogar auch am Grill!

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Erstellt:
19. August 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 17sec

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