Manon Garms DH

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18.09.2016 Von Manon Garms

Ist es einfach nur Bequemlichkeit?

Von Manon Garms

100 000 Tonnen Altglas bereitet die Firma Glasrecycling Leeseringen jährlich auf. Das erfuhren am Samstag alle, die beim Tag der offenen Tür anlässlich des bundesweiten Glasrecylingtages einen Blick hinter die Kulissen warfen. Eine weitere „beeindruckende“ Zahl: Pro Woche fallen 50 Tonnen Tonnen Müll an, wie Betriebsschlosser Norman Pixa bei einer der Führungen über das Firmengelände und durch die Glasaufbereitungsanlage erzählte.

Dieser Müll entsteht, weil es leider nach wie vor Menschen gibt, die nicht mehr benötigte Dinge einfach irgendwo entsorgen – in diesem Fall eben im Altglascontainer. Und so kommen beim Vorsortieren erstaunliche Dinge zutage: Schuhe, Videokassetten, Topfdeckel, Tassen. All das gehört natürlich nicht ins Altglas. Was dort auch nicht reingehört: Waffen und Portemonnaies. „Waffen haben wir tatsächlich auch schon gefunden, die melden wir der Polizei“, sagt Pixa.

Portemonnaies stammen seiner Vermutung nach wahrscheinlich von Diebstählen. „Wenn dort noch Ausweise drin sind, schicken wir sie den Leuten zurück. Die freuen sich natürlich. Zwar ist ihnen Geld gestohlen worden, aber sie haben nicht die Rennerei wegen neuer Ausweise“, so der Betriebsschlosser.

Der gesamte Müll kommt in die Müllverbrennungsanlage nach Bremen. Es bleibt die Frage, warum jemand zum Beispiel Schuhe ins Altglas wirft. Häufig steht neben dem Altglascontainer sogar direkt einer für Schuhe und Altkleider. Ist es einfach nur Bequemlichkeit?

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Erstellt:
18. September 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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