Auch wenn‘s in den Augen brennt: Dominik Greiner (links) genießt auf dem Podium von Macau die Sektdusche von Rob Huff (vorn). privat

Auch wenn‘s in den Augen brennt: Dominik Greiner (links) genießt auf dem Podium von Macau die Sektdusche von Rob Huff (vorn). privat

Motorsport 25.11.2017 Von Stefan Schwiersch

Jackpot in der Spielerstadt

Dominik Greiner, Nienburger in Diensten des Münnich-Rennstalls, bejubelt den Macau-Sieg seines Piloten Rob Huff

Seit 2014 findet die Tourenwagen-Weltmeisterschaft ohne Nienburger Beteiligung statt – zumindest ohne den 51997 Und doch weht das Nienburger Fähnchen in der weltweit agierenden Rennserie – über den ehemaligen Wiechers-Teammanager [DATENBANK=6641]Dominik Greiner[/DATENBANK], der heute in dieser Funktion beim Münnich-Rennstall aus der sächsischen Gemeinde Friedersdorf tätig ist. Greiner war es auch, der Anfang des Jahres den hochdekorierten Piloten Rob Huff zu Münnich lockte, einen alten Hasen der Tourenwagen-WM. Und der ließ seinen Rennstall nach dem Sieg beim prestigeträchtigen Rennen in der chinesischen Spielerstadt Macau richtig jubeln.

„Ich war jetzt zum elften Mal in Macau“, blickt Greiner zurück. Erlebt hat er dort alle Höhen und Tiefen, nicht selten kehrte das Wiechers-Team mit Totalschäden von dem engen und gefährlichen Stadtkurs zurück. Das ist die eine Seite. Auf der anderen stehen Ruhm und Ehre. „In Macau zu gewinnen ist für jeden Fahrer und jedes Team das Beste, was passieren kann“, sagt Greiner. „Die Medienaufmerksamkeit in Macau ist gigantisch, von weltweit reisen Pressevertreter und TV-Crews an.“ Rob Huff ist damit endgültig der König von Macau: Der 37-Jährige erzielte seinen bereits neunten Sieg auf dem berühmten Stadtkurs und löste damit Motorrad-Legende Michael Rutter als Macau-Rekordhalter ab.

Huff war in allen Trainingssessions vorn mit dabei. Im Qualifying gelang ihm eine super Runde, die die Pole Position für das Hauptrennen bescherte. Im Eröffnungsrennen kam der Brite gut weg, wurde dann aber unverschuldet in einen schweren Unfall mit mehreren Fahrzeugen verwickelt. In der Nacht reparierten die Münnich-Mechaniker den Citroën C-Elysee TC1 bis nachts um halb vier, mit einem komplett heilen Auto konnte das Hauptrennen gestartet werden. Wegen Regens wurde das große Finale hinter dem Safety Car gestartet. Huff legte einen starken Start hin, konnte sich vom Start weg absetzen und letztlich vor Norbert Michelisz und Tom Chilton den Gesamtsieg einfahren.

Für Münnich Motorsport war der Triumph von Macau der erste Sieg seit Budapest 2014 mit Gianni Morbidelli im Chevrolet Cruze TC1. Abends bei der Preisverleihung im Macau Tower wurden alle Sieger aus den verschiedenen Wettbewerben geehrt „und im Anschluss wurde bis in den frühen Morgen der Sieg gefeiert“, berichtet Dominik Greiner. „Macau ist mit seinen gewaltigen Casinos und Clubs der beste Platz, um so einen tollen Sieg zu feiern. Die Champagner-Dusche nach dem Sieg auf dem Podium hat zwar wieder im Auge gebrannt, war aber mal wieder ein tolles Gefühl.“

Glücklicherweise wurde der Münnich-Citroën im Hauptrennen nicht beschädigt, sodass der Bolide im Anschluss gleich für die Luftfracht nach Katar vorbereitet wurde. Auto und Equipment wurden direkt in Macau verladen und nach Doha geflogen, wo nächste Woche die beiden letzten Rennen des Jahres stattfinden. Greiner selbst flog weiter nach Paris, um beim Weltverband FIA als offizieller Teamvertreter die Vorbereitungen für die Saison 2018 in Angriff zu nehmen. Am Dienstag geht‘s dann weiter nach Katar.

Greiner präsentiert gemeinsam mit François Riberio, WM-Promoter und Chef von Eurosport Events, den Siegerpokal. privat

Greiner präsentiert gemeinsam mit François Riberio, WM-Promoter und Chef von Eurosport Events, den Siegerpokal. privat

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Erstellt:
25. November 2017, 21:00 Uhr
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