Die Jagd auf den Rodewalder Wolf hat ein Ende genommen: Die Ausnahmegenehmigung zur Entnahme wird nicht weiter verlängert. Foto: Wolfsmonitoring

Die Jagd auf den Rodewalder Wolf hat ein Ende genommen: Die Ausnahmegenehmigung zur Entnahme wird nicht weiter verlängert. Foto: Wolfsmonitoring

Landkreis 01.04.2020 Von seb, epd

Jagd auf Rodewalder Wolf nimmt ein Ende

Niedersachsen gibt Jagd auf „Problemwolf“ nach 14 Monaten auf

Das Land Niedersachsen hat die Jagd auf den sogenannten „Rodewalder Wolf“ nach 14 Monaten aufgegeben.

Es habe sich gezeigt, dass das Bundesnaturschutzgesetz in seiner bisherigen Form untauglich gewesen sei, Problemen mit bestimmten Wölfen zu begegnen, sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Mittwoch in Hannover.

Das Ministerium hatte die Genehmigung zum Abschuss des Wolfsrüden aus dem im Kreis Nienburg ansässigen Rudel, der für Risse auf Nutztiere verantwortlich gemacht wird, zuvor immer wieder verlängert. In die erfolglose Jagd war unter anderem ein Fallensteller aus dem Ausland eingebunden.

Das Gesetz „hat uns gezwungen, einen Wolf um jeden Preis zu individualisieren, was vollkommen realitätsfern war“, sagte Lies. Dies sei für die Zukunft kein erfolgversprechender Weg. Mit der Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes gebe es künftig mehr Handlungsspielraum: „Wo Wölfe einen ausreichenden Schutz überwinden, kann eine Ausnahmegenehmigung erteilt werden. Beim Abschuss ist jetzt aber keine Individualisierung mehr notwendig.“

Keine Regelungen, so lange der Rodewalder Wolf unauffällig bleibt

„Wenn ein Wolf geschossen wird, wartet man ab, ob die Nutztierrisse nachlassen“, fügte Lies mit Blick auf das neue Gesetz hinzu. Das Risiko der Strafbarkeit für Jäger, die das Land oder die Landkreise bei dieser Aufgabe unterstützten, falle damit weg. „Denn es muss nicht mehr der krampfhafte Versuch unternommen werden, von mehreren Wölfen auf Anhieb den zu entnehmen, der durch DNA-Analyse nachgewiesen werden konnte.“

Für „Rodewalder Wolf“ mit der Kennung GW717m bedeute die Entscheidung des Landes: „Sollte er fortan unauffällig bleiben, bleibt er unbehelligt.“

Sobald er jedoch wieder beginne, ausreichend geschützte Nutztiere zu reißen, werde das Ministerium unverzüglich eine neue Ausnahmegenehmigung auf den Weg bringen. „Dann im Sinne der Neuregelung des Bundesnaturschutzgesetzes“, kündigte Lies an.

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Erstellt:
1. April 2020, 11:28 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 52sec

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