Rebecca Göllner Die Harke

Rebecca Göllner Die Harke

04.02.2016 Von Rebecca Göllner

Jecken-Virus infiziert

Na gut, ich gebe es zu. Ich bin kein großer Fan von Karneval. Für mich war das Verkleiden immer ein Graus. Nie habe ich verstehen können, warum sich erwachsene Menschen als Minnie Maus, Clown oder was auch immer verunstalten. Dann habe ich als Redakteurin bei der Harke angefangen und wurde gleich ins kalte Wasser der fünften Jahreszeit in Stolzenau geworfen. Zwei Jahre hintereinander durfte ich das bunte Treiben begleiten. Angefangen von der Schlüsselübergabe im Rathaus bis zum Umzug am Sonntagnachmittag. Und was soll ich sagen? Fan bin ich immer noch nicht, aber ich kann nun gut nachvollziehen, warum die Stolzenauer sich ein ganzes Jahr darauf freuen, dass es endlich wieder losgeht. Die gute Laune

der Jecken steckt an. Und man erkennt trotz des ganzen Trubels, wie viele Mühe sich die Karnevalisten im Vorfeld geben, damit alles perfekt über die Bühne geht. Niemand wird in den Planungen vergessen. Für die ältere Generation gibt es einen Bingo-Nachmittag und die Jüngsten kommen beim Kinderkarneval am Samstagnachmittag auf ihre Kosten. Wer feiern möchte, der hat ebenfalls ausreichend Gelegenheit dazu: Prunksitzung am Freitagabend mit anschließender Party. Fast schon ein ganz wenig schade finde ich es, dass ich in diesem Jahr keinen Wochenenddienst habe. Aber nur fast. Jetzt habe ich zumindest Zeit, mir bis zum nächsten Jahr eine Verkleidung auszudenken. Vielleicht komme ich dann als Karla Kolumna, wer weiß das schon?

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Erstellt:
4. Februar 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 45sec

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