Manon Garms DH

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Landkreis 19.02.2019 Von Manon Garms

Jeden Tag eine gute Tat

Guten Tag

Man möge an jedem Tag eine gute Tat vollbringen. Sicher gibt es Menschen, die sich das zu ihrem Lebensmotto gemacht haben. Dabei bleibt es jedem selbst überlassen, wie er „gute Tat“ definiert. Eine solche erfahren durfte jetzt Dr. Ralf Lange, der mit seiner Frau aus Erkelenz (Nordrhein-Westfalen) nach Nienburg zu einer Untersuchung im Krankenhaus fahren wollte. Auf der Autobahn fiel bei strömendem Regen die Scheibenwaschanlage des Autos aus. Das Paar wurde abgeschleppt und kam erst am Sonntagabend mit einem Taxi im Weserschlößchen an. „Der ADAC konnte uns bis circa 17.30 Uhr keinen Leihwagen verschaffen“, berichtet Lange.

Zwar schaffte es seine Frau, am Montagmorgen um 8 Uhr zu ihrem MRT-Termin im Nienburger Krankenhaus zu erscheinen, ihre für den Dienstag im Erkelenzer Krankenhaus angesetzte Augen-Operation musste sie allerdings absagen. „Trotz größter Bemühungen bekamen wir keinen Leihwagen in Nienburg, um unseren reparierten Pkw in Unna abzuholen“, erzählt Lange.

Weiter berichtet er: „Es war alles eine große Katas- trophe. Dann aber kam der rettende Engel aus dem Hotel-Büro und sagte einfach zu uns: ,Ich fahre Sie.‘ Es war Hoteldirektor Sascha Stuwe. Herr Stuwe und auch seine Empfangsdamen hatten unsere totale Verzweiflung wahrgenommen und uns geholfen. Herr Stuwe fuhr uns selbstlos und mitmenschlich fühlend 220 Kilometer nach Unna, und dann fuhr er allein wieder nach Nienburg zurück. Das werden wir nie vergessen und bedanken uns nochmals aufs Herzlichste“, schreibt Lange in einer E-Mail an die HARKE-Redaktion.

An jedem Tag eine gute Tat zu vollbringen, ist vorbildhaft – natürlich auch, wenn man dafür nicht 440 Kilometer zurückgelegt hat.

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Erstellt:
19. Februar 2019, 14:00 Uhr
Lesedauer:
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