Arne Hildebrandt DH

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Kolumne 20.03.2018 Von Arne Hildebrandt

Jeder Tropfen zählt

Nach meiner jüngsten Südafrikareise weiß ich noch mehr zu schätzen, was es heißt, Wasser zu haben. Schon gleich beim Ausstieg aus dem Flugzeug in Kapstadt weisen Plakate die Fluggäste an, Wasser zu sparen. „Jeder Tropfen zählt!“, steht darauf. Denn das südafrikanische Kapstadt leidet an Wasserknappheit. Am Donnerstag ist Welt-Wassertag. Der [DATENBANK=277]Kreisverband für Wasserwirtschaft[/DATENBANK] und die [DATENBANK=2852]Stadtwerke Nienburg[/DATENBANK] weisen deshalb auf mehr Achtsamkeit beim Umgang mit Trinkwasser hin. „Erstmals seit Beginn der Wetteraufzeichnungen hat es bundesweit so viel und so lange geregnet, wie ab Mitte vergangenen Jahres“, sagt [DATENBANK=1689]Norbert Witt[/DATENBANK], Geschäftsführer der Stadtwerke Nienburg. „Seit Juni war jeder Monat deutlich zu nass“, sagt er und fügt hinzu: „Während Kapstadt die schlimmste Trockenperiode seiner Geschichte verkraften muss, werden sich hier die Menschen auf Regen-Sommer wie 2017 einstellen müssen“ – bedingt durch den Klimawandel.

Händewaschen in öffentlichen Toiletten in Kapstadt? Nur einer der vielen Wasserhähne funktioniert. Statt dessen steht flüssiges Desinfektionsmittel bereit. Nicht länger als 90 Sekunden duschen: In einem Städtchen 70 Kilometer von Kapstadt entfernt wird mit großen Plakaten auf den Ernst der Lage hingewiesen. Als Tourist merkte ich allerdings wenig von der Wasserknappheit. Zwar gab es in einem Hotel am Wasserhahn nur einen Sprühstrahl, um Wasser zu sparen. Doch selbst die Pools waren noch gefüllt. Wenn in Kapstadt ein Polizist seinen Wagen am Strand mit Meerwasser wäscht und Arbeiter um Saubermachen Wasser aus einem Graben holen, gibt das aber doch zu denken.

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Erstellt:
20. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 46sec

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