Chef-Klimaschützer Jens Eberhard Dzialas. Hagebölling

Chef-Klimaschützer Jens Eberhard Dzialas. Hagebölling

Nienburg 08.04.2017 Von Edda Hagebölling

„Jeder nur soviel er kann“

Klimaschutzagentur Mittelweser berät Kommunen, Firmen und Privatpersonen. Ohne erhobenen Zeigefinger

„Klimaschutz ist wichtig, aber er ist für uns kein Dogma. Jeder Schritt zählt, aber jeder nur soviel er kann.“ [DATENBANK=2081]Jens Eberhard Dzialas[/DATENBANK] ist Klimaschützer aus Überzeugung, aber er ist ohne erhobenen Zeigefinger unterwegs. Seit rund 100 Tagen leitet der gebürtige Hoyaer die [DATENBANK=1074]Klimaschutzagentur Mittelweser[/DATENBANK]. Zusammen mit [DATENBANK=3960]Ulrike Gieger-Graßl[/DATENBANK] und [DATENBANK=3961]Hauke Herdejürgen[/DATENBANK]. Die beiden letztgenannten teilen sich eine Stelle. Vor Übernahme der Chef-Stelle war Dzialas bereits als externer Berater für die Klimaschutzagentur tätig. Im Herbst wird die Klimaschutzagentur fünf Jahre alt. Ob sie schon so richtig in den Köpfen der Menschen, die im Landkreis leben, angekommen sind? Die drei sind sich nicht sicher. „Dass es uns gibt, weiß mittlerweile wahrscheinlich jeder. Aber dass jeder auch weiß, was wir alles machen, glaube ich nicht“, so Ulrike Gieger-Graßl. Die Rohrsenerin ist von Anfang an dabei.

Büro am Marktplatz 1

Die Klimaschutzagentur hat ihre Büros seit einiger Zeit am Marktplatz 1. Prominenter geht es kaum. In Kürze steht zwar noch einmal ein Umzug aus dem Erdgeschoss in die 1. Etage an, an der Adresse ändert sich jedoch nichts. „Das haben wir Henning Onkes zu verdanken. Er wollte die Klimaschutzagentur gerne an diesem zentralen Ort halten“, so Jens Eberhard Dzialas. Der Umzug in die 1. Etage wird möglich, weil die [DATENBANK=1052]IHK[/DATENBANK] in die Räumlichkeiten über der [DATENBANK=1626]Mittelweser-Touristik[/DATENBANK] zieht, die barrierefreien Büros der Klimaschutzagentur werden von der Stadt benötigt.

Ursprünglich beim Landkreis angesiedelt, ist die Klimaschutzagentur mittlerweile ein eigenständiger Verein. Gemeinnützig und darum ohen Gewinnabsichten. Mitglieder sind neben den zehn Kommunen des Landkreises und dem Landkreis selbst zahlreiche namhafte Firmen, die sich den Klimaschutz auf ihre Fahnen geschrieben haben.

Die Kommunen zahlen – wie bei der Musikschule und der Volkshochschule – 50 Cent pro Einwohner, die Mitgliedsbeiträge der Firmen richten sich nach deren Größe. Planungsssicherheit gibt es erst einmal für drei Jahre. Danach wird neu beraten.

Zu tun gibt es für die drei reichlich. Jens Eberhard Dzialas ist der Ansprechpartner für Unternehmen und Kommunen zum Thema Energieeffizienz. Ulrike Gieger-Graßl hat bereits an der Erstellung des Klimaschutzkonzeptes für den Landkreis Nienburg mitgearbeitet und ist zuständig für Kampagnen-, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Hauke Herdejürgen ist der Spezialist für alle Fragen rund um energetische Gebäudemodernisierung und Neubau. Zur Verfügung steht die Klimaschutzagentur Kommunen und Firmen ebenso wie allen Privatpersonen. Und zwar auch denn, wenn sie sich erst einmal völlig unverbindlich erkundigen möchten.

Neben Beratungen auch Infoveranstaltungen

Doch die Klimaschutzagentur berät nicht nur – übrigens auch in Fragen der Finanzierung –, sie bietet – zusammen mit der Volkshochschule – auch Informationsveranstaltungen, Exkursionen und Projekte an. Am 15. April endet beispielsweise die Kampagne „Clever heizen“. Qualifizierte neutrale Energieberater kaen dafür ins Haus, um die Heizungsanlage in Augenschein zu nehmen, Hinweise zur Optimierung zu geben und Fördermöglichkeiten zu erläutern. Für Ein- und Zweifamilienhäuser konnte die Beratung wegen der Kooperation mit der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und dank der Unterstützung durch die Avacon kostenlos erfolgen.

Abgelöst wird die Kampagne „Clever heizen“ durch den „Solar Check“. Dann wird unter anderem geprüft, ob es nach wir vor sinnvoll ist, den eigenen Fotovoltaikstrom einzuspeisen oder – wie bei der Solarthermie – lieber selbst zu nutzen und dafür einen Speicher einzubauen.

Zu erreichen ist die Klimaschutzagentur unter den Telefonnummern 0 50 21/ 87 2 93 und 0 50 21/87-2 95 oder per E-Mail unter info@klimaschutzagentur-mittelweser.de.

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Erstellt:
8. April 2017, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 44sec

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