14.04.2013

Jetzt auch dreizügige Gesamtschulen

Tonne: Schulgesetznovelle kommt, Hürden für Gesamtschulen werden gesenkt

Hannover/Leese. In der jüngsten Sitzung der SPD-Landtagsfraktion wurde einstimmig der Entwurf für eine Novelle des niedersächsischen Schulgesetzes beschlossen, der von den Regierungsfraktionen schon in der nächsten Woche in den Landtag eingebracht wird. Damit werden die Hürden für die Einrichtung von Gesamtschulen gesenkt: „Wir halten, was wir versprochen haben. Die Schulgesetznovelle kommt zügig und verbindlich - die Hürden für die Einrichtung von Gesamtschulen werden endlich gesenkt. Davon kann auch die gesamte Schulentwicklungsplanung im Landkreis Nienburg profitieren“, so der heimische SPD-Landtagsabgeordnete Grant Hendrik Tonne aus Leese. Nach dem von den Fraktionen von SPD und Grünen vorgelegten Gesetzentwurf soll die Mindestzügigkeit für die Einrichtung von Gesamtschulen von fünf auf vier gesenkt werden, dreizügige Gesamtschulen sollen zusätzlich dann errichtet werden dürfen, wenn am Schulstandort keine weitere Schule im Sekundarbereich I vorliegt oder eine andere Gesamtschule unter zumutbaren Bedingungen nicht erreichbar ist. „Der Landkreis Nienburg führt aufgrund der zurückgehenden Schülerzahlen eine intensive Debatte über Schulstandorte. Die jetzige Änderung des Schulgesetzes ermöglicht eine ganz neue Diskussion über Standorte und qualitative Angebote vor Ort“, so Tonne.

Auch eine weitere Ankündigung der zuständigen Ministerin Frauke Heiligenstadt freut Tonne besonders: „Wir wollen gerade Gesamtschulen vornehmlich als echte Ganztagsschulen führen - dafür wird jetzt ein Stufenplan entwickelt, um die Finanzierung sicherzustellen.“ Die Schulgesetznovelle wird indessen so parlamentarisch beraten, dass das Gesetz zum 1. August 2013 in Kraft treten kann.

„Damit lösen wir ein zentrales Wahlversprechen ein: Die Diskriminierung der Gesamtschulen in Niedersachsen wird beendet. Die SPD schafft mit Ministerin Heiligenstadt an der Spitze damit die Grundlage für mehr Chancengleichheit in der Bildung in Niedersachsen. Damit werden die Rahmenbedingungen für die Einrichtung von Gesamtschulen endlich auf eine gleichberechtigte Basis mit anderen Schulformen gestellt. Für Schüler, Eltern und den Schulträger besteht damit endlich Entscheidungsfreiheit, welches Schulangebot vor Ort gewünscht ist“, betont Tonne.

Der heimische Landtagsabgeordnete erläutert abschließend, dass an den integrierten Gesamtschulen das Abitur nach neun Jahren wieder eingeführt werde. Dies entspreche dem pädagogischen Konzept an IGSen weitaus mehr. Nunmehr könne der Elternwille erst wirklich respektiert werden und es gebe die Entscheidungsfreiheit, wer wo und in welcher Schnelligkeit das Abitur machen wolle.

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Erstellt:
14. April 2013, 00:00 Uhr
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