Die HARKE-Redaktion wünscht einen guten Tag!

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Nienburg 05.01.2020 Von Edda Hagebölling

Jetzt erst recht?

Gehörten auch Sie zu denen, die Silvester um Mitternacht einfach nur noch sprachlos waren? Okay, geböllert wurde zumindest gefühlt weniger, dafür waren aber unendlich viele Feuerwerksraketen am Himmel zu sehen. Als wenn es kein Morgen mehr gebe. Wollte man es dieser Göre aus Schweden endlich mal zeigen? Oder hatte man Angst, dass es womöglich das letzte Mal sein könnte, dass an Silvester geböllert werden darf?

Am 1. Januar gegen Abend dann die Pressemitteilung von Nienburgs Feuerwehr- Pressesprecher Mark Henkel. „Das neue Jahr begann recht unruhig“ war dort unter anderem zu lesen. Viermal musste Nienburgs Feuerwehr in der Silvesternacht ausrücken. Im vergangenen Jahr waren es zwei Einsätze. Einsätze von Frauen und Männern, die diese Zeit garantiert auch lieber mit ihren Familien und Freunden verbracht hätten anstatt Brände zu löschen, die durch den fahrlässigen Umgang mit Böllern & Co ausgelöst wurden.

Lässt sich ein Verursacher ausmachen, wird ein solcher Einsatz in Rechnung gestellt. Ansonsten muss der Steuerzahler ran. Gleiches gilt für die Beseitigung des Böllermülls. Ich vermute mal, dass der Bauhof tätig wird, wenn – wie gestern an der Verdener Landstraße – immer noch Pappe am Straßenrand rumliegt oder auf die Fahrbahn weht. Wiederum auf Kosten der Allgemeinheit.

„Schauen Sie sich mal bitte die Bushaltestelle in der Marienstraße an. An beiden Wartehäuschen wurden die Glasseiten rausgeschlagen. Vor ‚Perfekta‘ liegt ein umgekipptes Transformatorenhäuschen. Heute Morgen waren auf der Marienstraße die Mülltonnen umgekippt. Der ganze Müll lag auf der Straße. Warum?“ schrieb Dorothea Mettchen aus Nienburg am Freitagnachmittag.

Wie das Wetter im Jahr 2019 war, lesen Sie im nebenstehenden Bericht. Auch nicht wirklich erfreulich. Derjenige, der es ganz genau weiß, ist Manfred Kettel von der Landwirtschaftskammer in Nienburg. Die Landwirtschaftskammer betreibt in Wietzen eine Wetterstation. Kettels Aufzeichnungen rufen noch einmal in Erinnerung, dass es gerade im Frühsommer, als die Pflanzen wachsen sollten, viel zu trocken und anschließend im Juni und Juli ungewöhnlich heiß war.

In einem Gespräch mit Petra Bauer, Gleichstellungsbeauftragte beim Landkreis Nienburg, wollte die Redaktion gerne einmal ergründen, wie es um Nienburgs Frauen bestellt ist. Das Treffen endete mit der Feststellung: Solange die Frau nicht in der Sprache stattfindet, wird sie auch nicht wirklich wahrgenommen.

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Erstellt:
5. Januar 2020, 07:00 Uhr
Lesedauer:
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