Christiane Prütz atmet auf. Das Katzendrama im Bereich Fichtestraße/Körnerstraße scheint endlich zu einem guten Ende zu kommen. Hagebölling

Christiane Prütz atmet auf. Das Katzendrama im Bereich Fichtestraße/Körnerstraße scheint endlich zu einem guten Ende zu kommen. Hagebölling

Nienburg 16.09.2017 Von Edda Hagebölling

„Jetzt fehlt nur noch die weiße Katze“

Im Bereich Fichtestraße/Körnerstraße scheint der Ärger um die freilaufenden Katzen endlich ein Ende zu haben

Christiane Prütz atmet auf. Der Ärger um die freilaufenden Katzen im Bereich Fichtestraße/Körnerstraße scheint endlich beendet zu sein. „Wenn jetzt alle vernünftig sind und nicht mehr unkontrolliert füttern, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis wir auch die letzte noch nicht kastrierte Katze eingefangen haben“, so die Nienburgerin bei einem Ortstermin mit der HARKE am Sonntag. Seit zehn Jahren kümmern sich Christiane Prütz und ihre Mitstreiterinnen um die freilaufenden Katzen in einer der Nienburger [DATENBANK=445]GBN[/DATENBANK]-Hochburgen. Zunächst als Privatperson, später als Vorsitzende der Amigo-Katzenhilfe. In dieser Zeit hat sie – allerdings bei weitem nicht zum ersten Mal – erfahren, wie sehr diese Tiere polarisieren können. Auf der einen Seite die Anlieger, die Mitleid mit den Katzen hatten und sie regelmäßig gefüttert haben, auf der anderen die Mieter, die sich durch die Tiere, die sich in den ersten Jahren nahezu unkontrolliert vermehrten, gestört fühlen.

Seinen traurigen Höhepunkt fand das Hin und Her um den Katzen-Hotspot Fichtestraße/Körnerstraße, nachdem mehrere kleine Katzen, die von ihren Müttern im Motorraum geparkter Autos abgelegt worden waren, qualvoll umgekommen waren.

Christiane Prütz erinnert sich noch gut an den Ortstermin, der kurz darauf stattfand. Am 21. Juli 2015 berieten Stadt, GBN, das Tierheim Drakenburg, die Amigo-Katzenhilfe und die Anwohner, wie es weitergehen sollte mit der Katzenpopulation. Mit dem Ergebnis, dass sich zunächst das Tierheim und später Amigo daran machten, die Tiere einzufangen, kastrieren zu lassen und anschließend umzusiedeln.

„Wenn es uns jetzt auch noch gelingt, die nicht kastrierte weiße Katze einzufangen, müsste die unendliche Geschichte endlich beendet sein“, so Christiane Prütz.

Bedingung ist allerdings, dass jeder Katzenhalter künftig verantwortungsbewusst genug ist und seinen Vierbeiner kastrieren lässt.

Angefangen hatte das Katzenelend im Bereich Fichtestraße/Körnerstraße dem Vernehmen nach damit, dass Mieter wegzogen und ihre Katzen zurückließen.

Die Amigo-Katzenhilfe hat seit ihrer Gründung rund 1000 Katzen kastrieren lassen und etwa 300 bis 400 in ein neues Zuhause vermittelt. Zudem betreibt sie drei Futterstellen. Dort werden frei lebende Katzen zuverlässig mit vernünftigem Futter gefüttert, eingefangen und kastriert und anschließend wieder freigelassen.

Außerdem werden Christiane Prütz und ihre Mitstreiterinnen nicht müde, die politisch Verantwortlichen darauf hinzuweisen, dass es höchste Zeit wird, eine Katzen-Kastrationspflicht einzuführen. Im Interesse der Tiere, aber auch im Interesse der Menschen, die in den Kommunen leben.

„Von einem Freigänger gehen nun einmal gesundheitliche Gefahren aus“, so die Amigo-Vorsitzende.

[DATENBANK=1813]Christiane Prütz[/DATENBANK] ist überzeugt, dass sich die Auswirkungen einer solchen Kastrationspflicht nach drei, spätestens vier Jahren positiv bemerkbar machen. An der Zahl der Tiere, aber auch an den Kosten, die zurzeit noch dadurch entstehen, dass zahllose ausgesetzte Katzen in Tierheimen untergebracht und meistens auch tierärztlich versorgt werden müssen.

Auch diese kleinen Katzen haben mittlerweile ein neues Zuhause gefunden. Amigo

Auch diese kleinen Katzen haben mittlerweile ein neues Zuhause gefunden. Amigo

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Erstellt:
16. September 2017, 21:00 Uhr
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