Hassel 06.10.2013 Von Horst Achtermann

Jetzt sympathisiert er mit der AfD

Kommunalpolitiker Marc Fleischer wegen der Bundespolitik aus der CDU ausgetreten

Aus Überzeugung kandidierte Marc Fleischer (39) 2006 auf der Liste der CDU für den Rat der Samtgemeinde Eystrup. „Die gute kleine und gemütliche Samtgemeinde Eystrup“, schwärmt Marc Fleischer noch heute im Gespräch mit der Harke. Aber die Politik der CDU habe sich auf Bundesebene geändert. „Das wertkonservative Denken war früher in der CDU anders, heute sind die Themen aufgeweicht.“ Fleischer spricht in erster Linie die Bundespolitik seiner Partei an und damit die Bundesvorsitzende und Kanzlerin Angela Merkel. „Die Bundespolitik der CDU hat sich immer weiter von meiner Vorstellung entfernt ich meine damit auch den Umgang mit der FDP“. Merkels Politik sei sehr schwammig, die Führungsriege habe es nicht verstanden, aus der Entwicklung Deutschlands etwas zu machen.

„Schon vor zwei Jahren habe ich mir Gedanken gemacht, und mir wurde schnell klar, dass ich solch einer Partei nicht hinterher rennen kann und für sie die Plakate kleben“, so Fleischer.

Marc Fleischer hat die Konsequenzen gezogen und im September mit Schreiben an die Kreisgeschäftsstelle mit Abschrift an die Ortsvereinsvorsitzende Petra Pickardt seinen Austritt aus der CDU erklärt.

Marc Fleischer will als Unabhängiger in der CDU/FDP/WG- Gruppe weiter Fraktionsarbeit machen. Bedauert wird von dem Kommunalpolitiker auch, dass im Samtgemeinderat Grafschaft Hoya wenige Themen vorgelegt werden, zu denen diskutiert wird, so dass man auch wenig bewegen könne. Ein Engagement in einer Bürgerinitiative, mal als Beispiel genannt, bringe mehr Erfolg als Ratsarbeit. Marc Fleischer bedauert auch, dass Leute wie Friedhelm Precht nicht mehr dabei sind, „solche Leute braucht man“. Aber auch Jörg Panzer war seiner Meinung nach eine Bereicherung im Rat. „Als Unabhängiger will ich mich trotzdem in den nächsten drei Jahren auf unterer Ebene für Schulen und Kindergarten als Perspektive für Hassel einsetzen“, betont er. Mit dem geplanten Entwicklungskonzept sei Hassel auf dem richtigen Weg.

Momentan will Marc Fleischer nicht in eine andere Partei eintreten. „Ich sympathisiere mit der AfD. Noch fehlt der Partei allerdings eine klare Auslegung.“ Was 2016 bei den nächsten Wahlen wird, da will sich Marc Fleischer nicht festlegen. Es müsse nicht alles lebenslang festgeschrieben werden.

Zum Artikel

Erstellt:
6. Oktober 2013, 00:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 06sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.