BASF baut die Zusammenarbeit mit der Nienburger Lebenshilfe bei Katalysatoren-Produktion aus. Lebenshilfe

BASF baut die Zusammenarbeit mit der Nienburger Lebenshilfe bei Katalysatoren-Produktion aus. Lebenshilfe

Nienburg 30.05.2018 Von Die Harke

Jetzt wird auch verstöpselt

BASF baut die Zusammenarbeit mit der Nienburger Lebenshilfe bei Katalysatoren-Produktion aus

Seit fast 20 Jahren arbeitet BASF bei der Katalysatoren-Produktion mit der Nienburger Lebenshilfe zusammen. Jetzt hat der Chemiekonzern die Zusammenarbeit ausgebaut und einen weiteren Schritt in der Katalysatoren-Produktion an die Lebenshilfe vergeben. Ehe sie in Autos, Lastwagen und Motorrädern ihre Wirkung entfalten können, werden Katalysatoren in einem Tauchbad mit einer speziellen Suspension beschichtet. Damit diese beim Tauchen nicht ins Innere der filigranen Rohsubstrate gelangt, müssen die Katalysatoren „verstöpselt“ – also verschlossen oder verdichtet – werden. Sicher und zuverlässig geht das bislang nur per Hand.

Die Substanz aus dem Tauchbad ist teuer, da sie unter anderem Edelmetalle enthält. Seit 19 Jahren sorgen Mitarbeitende der Lebenshilfe-Werkstatt „P.U.R.“ (Produktion, Umwelt und Rehabilitation) dafür, dass kein Material verloren geht: Sie bürsten überflüssige Restbestände der Beschichtung überall dort von den Katalysatoren, wo sie sich noch auf deren Außenhaut befinden. So werden wertvolle Edelmetalle zurückgewonnen.

Der Werkleiter des BASF-Katalysatorenwerks in Nienburg, Dr. Martin Kraum, ist sehr zufrieden mit der Zusammenarbeit: „Seit vielen Jahren arbeiten wir vertrauensvoll mit der Lebenshilfe Nienburg zusammen. Daher freut es mich umso mehr, dass wir diese Zusammenarbeit noch weiter ausbauen können.“

Die Lebenshilfe hat jetzt auch den Auftrag bekommen, die Katalysatoren vor dem Tauchen zu verstöpseln. Das geschieht in der Werkstatt am Nienburger Bruchweg. An Montagetischen mit drehbarer Platte, sogenannten Rondellen, arbeiten jeweils drei Beschäftigte aus der Werkstatt. Die angelieferten Rohsubstrate werden entpackt, kontrolliert, auf den Tischen verstöpselt, noch einmal kontrolliert, wieder verpackt und per Lebenshilfe-Fahrdienst entweder direkt zu BASF oder in deren Logistikzentrum transportiert. Die speziellen Montagetische hat BASF zur Verfügung gestellt.

Zuständig für den Auftrag ist Ralf Möhrling, kommissarischer Leiter der Werkstätten am Bruchweg und „P.U.R.“: „Entscheidend ist das 100-prozentig genaue Arbeiten. Wir kontrollieren jedes einzelne Werkstück, ehe es unsere Hallen verlässt. Wir arbeiten ,just in time‘. Und unsere Beschäftigten sind stolz darauf, dass die von ihnen bearbeiteten Produkte auf allen Straßen Europas zu finden sind.“

Die Lebenshilfe arbeitet für zahlreiche Unternehmen aus Handwerk und Industrie. „Ein solcher Auftrag und noch dazu von einem Kunden wie der BASF ist aber etwas Besonderes“, sagt Möhrling: „Das ist für uns auch eine planerische und logistische Herausforderung. Aber es ist nicht nur ein toller Auftrag – er macht den Leuten auch Spaß. Und es ist ein hervorragendes Team-Projekt. Denn da an jedem Montagetisch immer drei Leute arbeiten, kann man sich bei den Arbeitsschritten abwechseln, man achtet aufeinander, nimmt Rücksicht und trainiert die Arbeit in der Gruppe.“

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Erstellt:
30. Mai 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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