Nienburg 13.03.2018 Von Die Harke

„Job ist Job, und privat ist privat“

Unternehmer aus dem Landkreis lernen beim Business-Frühstück die Generation Z kennen

Unternehmen aus dem Landkreis Nienburg haben sich zu einem Business-Frühstück im Nienburger „[DATENBANK=5620]Weserschlößchen[/DATENBANK]“ getroffen und zum Thema „Gesundheitsprävention für Auszubildende“ ausgetauscht. Dazu luden die Krankenkasse Barmer und die die Ausbildungsstätten ein. Dazu heißt es in einer Pressemitteilung: „Knapp drei Stunden tauschten sich die Teilnehmer mit den Vortragenden aus.“ Es begann mit einem Impulsvortrag von Wolfgang Kommnick. Der Regionalgeschäftsführer der Barmer Verden / Nienburg, aus stellte eine von seiner Krankenkasse in Auftrag gegebenen Studie von Dr. Christian Scholz, Professor für Betriebswirtschaftslehre an der Universität Saarbrücken, vor.

Daraus ließe sich schlussfolgern, „dass junge Menschen ein positives Verhältnis zur eigenen Gesundheit haben. Sie ernähren sich gesund, treiben Sport, und Alkohol sowie Tabakwaren haben für sie keine große Bedeutung. Sie haben allerdings feste Vorstellungen von ihrem Berufs- und Privatleben“. Unternehmen sollten sich dementsprechend gut mit deren Lebensgefühl auseinandersetzen, denn der Wettbewerb um qualifizierte Menschen sei voll entbrannt.

Diplom-Pädagogin Tanja Wittern von den Ausbildungsstätten Rahn erläuterte, dass die Herausforderungen der Arbeitswelt stetig zunähmen, immer mehr psychische sowie physische Beschwerden seien die Folge. „Mit ihrem Start in das Berufsleben treffen junge Menschen auf neue und auch belastende Herausforderungen. Dabei ist das Übernehmen von Eigenverantwortung für die Gesundheit im beruflichen sowie im privaten Kontext der Schlüssel für eine gesunde berufliche Zukunft“, heißt es dazu.

Sie stellte als Projektleiterin die Programminhalte von „Gesund in die berufliche Zukunft“ vor. Dieses innovative Projekt zur Gesundheitsprävention von Auszubildenden sei offen für alle Azubis in der betrieblichen Erstausbildung.

Als Hauptreferent sprach Dirk Schippel: Therapeut, Coach, Trainer und Lehrbuchautor. Er befasste sich in seinem Vortrag mit der „Generation Z versus Arbeitswelt 4.0“ und veranschaulichte die Unterschiede zwischen den Babyboomern (ab 1950), der Generation X (ab 1965), Y (ab 1980) und Z (ab 1990). „Seine These lautet, die Generation Z sei anders, weil sie nicht mehr nach beruflichem Erfolg und materiellem Wohlstand strebe und sich mit weniger zufrieden gebe. Junge Menschen hätten ganz bestimmte Vorstellungen von ihrem Arbeitsleben und lehnten jegliche emotionale Bindung an ein Unternehmen ab.“ Schippel betonte: „Job ist Job, und privat ist privat“.

Dem widerspreche es nicht, dass diese Generation Sinnvolles am Arbeitsplatz tun wolle. Sie begebe sich allerdings nicht mehr unhinterfragt ins Hamsterrad eines Arbeitsplatzes und ziehe eine strikte Trennung von Freizeit und Beruf mit Kernarbeitszeiten vor. Unternehmen müssten sich den Verhaltensmustern der Generation Z stellen, statt deren Denkmuster weg zu definieren.

Dazu müssten auch Führungskräfte dazulernen und weiterqualifiziert werden, um das Funktionieren der „Arbeitswelt 4.Z“, wie Schippel es nennt, zu verstehen. Die Ausgestaltung der digitalen Arbeitswelt 4.0 sollte dementsprechend mehr Flexibilität für die Mitarbeiter mitbringen, statt die Mitarbeiter zu flexibilisieren.

Interessierte Betriebe, die vom Angebot „Gesund in die berufliche Zukunft“ profitieren wollen, sollten sich schnellstmöglich bei den Ausbildungsstätten Rahn unter Telefon (05021) 97360 melden, denn die Plätze sind begrenzt.

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Erstellt:
13. März 2018, 21:00 Uhr
Lesedauer:
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