Die Jobcenter übernehmen jetzt in vielen Fällen die Kosten für Schulcomputer. Foto: Pixabay

Die Jobcenter übernehmen jetzt in vielen Fällen die Kosten für Schulcomputer. Foto: Pixabay

Nienburg 06.02.2021 Von Die Harke

Jobcenter zahlt für Schulcomputer

Diakonisches Werk berät bei finanziellen Problemen zur Anschaffung von Arbeitsgeräten fürs Homeschooling

Die aktuelle Pandemie bedroht nicht nur die Gesundheit. Soziale und finanzielle Probleme machen den Menschen zu schaffen. Familien wissen oft nicht, wie sie den Computer bezahlen sollen, den ihre Kinder für das Homeschooling benötigen.

Eigentlich sollte die Schule alles bereitstellen, was zum Lernen notwendig sei, sagt Clemens Becker, Sozialarbeiter der Diakonischen Werke Nienburg und Stolzenau-Loccum. Dies sei jedoch oft nicht möglich, insbesondere nicht schnell genug vor dem Hintergrund, dass plötzlich alle Schüler und Schülerinnen zu Hause lernen müssen.

Wer keinen eigenen Computer habe, hätte ein Problem.

Clemens Becker und Marion Schaper, Geschäftsführerin des Diakonischen Werks in Nienburg, sind froh, dass es hier ganz aktuell eine wichtige Änderung gibt, die die Wohlfahrtsverbände schon lange eingefordert haben.

Die Jobcenter übernehmen jetzt in vielen Fällen die Kosten für Schulcomputer. Voraussetzung ist nur, dass der Computer nötig ist, ein Gerät zu Hause nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung steht und dass die Schule kein Gerät zur Verfügung stellen kann. Einen Antrag können alle Eltern stellen, die Geld vom Jobcenter erhalten. Beantragt werden können der Computer mit Zubehör, ein Drucker sowie eine Erstausstattung mit Patronen.

„Streng genommen gilt dies bisher nur für das Jobcenter, die Diakonie sieht jedoch Chancen, dass auch Schüler diese Leistungen erhalten, die Sozialhilfe oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungesgesetz erhalten“, teilt die Diakonie mit. Alles andere wäre eine Ungleichbehandlung, meint Clemens Becker, der bei Anträgen gern hilft. Auch Eltern, deren Antrag bisher abgelehnt wurde, sollten sich bei der Diakonie melden.

„Aufgrund der aktuellen Situation sind bis auf Weiteres keine persönlichen Termine möglich, Sie können aber anrufen, schreiben und uns auch über WhatsApp erreichen“, betont Marion Schaper.

Die Sozialberatung ist montags und mittwochs unter Telefon (05761)3732 sowie dienstags und donnerstags unter Telefon (05021)979613 erreichbar. Wer möchte, kann sein Anliegen auch per E-Mail mitteilen an die Adresse sozialberatung.dwnienburg@ evlka.de oder per WhatsApp an (05021)979613. Auch die anderen Beratungsdienste des Diakonischen Werks sind telefonisch oder per E-Mail erreichbar.

Aktuelle Kontaktdaten und Informationen gibt es unter www.dw-nienburg.de und www.diakonie-stolzenau.de.

Zum Artikel

Erstellt:
6. Februar 2021, 21:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 03sec

Artikel empfehlen

Artikel Aktionen


Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.