Die erfolgreichen MDG-Starter: René Wagner, Tim Lempfer, Jennifer Schott und Jonathan Schlesner (von links). Foto: MDG Nienburg

Die erfolgreichen MDG-Starter: René Wagner, Tim Lempfer, Jennifer Schott und Jonathan Schlesner (von links). Foto: MDG Nienburg

Nienburg 27.03.2021 Von Nikias Schmidetzki

„Jugend forscht“: Vordere Plätze für MDG-Schüler

„Selbstständig, interessiert, begeistert“: Ein zweiter und ein vierter Platz beim Landesentscheid

Die letzte Schulwoche ließ für unsere die angehenden Abiturientinnen und Abiturienten des Nienburger Marion-Dönhoff-Gymnasiums (MDG) Jennifer Schott, Tim Lempfer, Jonathan Schlesner und René Wagner noch einmal den Puls steigen – es ging zum Landeswettbewerb Jugend-Forscht, auf dem sich – Corona bedingt digital – alle Regionalsieger des aktuellen Jahres messen durften. Mühe und Aufregung sollten sich am Ende gelohnt haben.

„Es lief großartig für unsere Schule“, fasst es MDG-Lehrer Martin Reuss zusammen. Tim Lempfer, Jonathan Schlesner und René Wagner präsentierten in zwei Jurygesprächen ihre Arbeit über den Einfluss von anorganischen Substanzen auf das Pilzwachstum. Nitrat, Phospat, Sulfat. „Alles Schlagworte, die in aktuellen Diskussion über Belastungen unserer Umwelt regelmäßig aufkommen“, erklärt Reuss.

Die drei Jungs zeigten zunächst in einem Laborexperiment, wie sich das Pilzwachstum verändert, wenn Zusatzstoffe hinzugegeben werden. Reuss: „Es zeigte sich, dass Nitrat auch das Pilzwachstum deutlich hemmt. Anschließend prüften sie ihre Ergebnisse in verschiedenen Feldversuchen und konnten klare Übereinstimmungen finden, sodass sich die Versuchsergebnisse auf das heimische Pilzvorkommen abbilden lassen.

Mit ihren Überlegungen zur Stochastik und Ökologie traten sie in vielen Teildisziplinen der modernen Biologie an und es bewährte sich, dass das Projekt über zwei Jahre stetig weiterentwickelt worden war.“ Die Jury prämierte die Arbeit der Schüler mit dem 4. Platz im Fachgebiet Biologie Niedersachsen und einem Sonderpreis des BUND.

Jennifer Schott beschäftigte sich in ihrer Arbeit mit dem der Idee, Wasserstoff und Autofahren zu kombinieren. „Dass dies grundsätzlich möglich ist, zeigt der aktuelle Trend hin zum Ausbau der Wasserstoffversorgung in Deutschland. Die Gewinnung von Wasserstoff aus Wasser ist jedoch sehr energieaufwändig“, erklärt Lehrer Reuss. Jennifer habe daher eine Low-Cost-Apparatur gebaut, die Wasser sehr leicht in Wasserstoff und Sauerstoff aufspalten könne.

Dieses Gemisch sei dann direkt in das Verbrennungssystem eines Autos eingespeist worden. „Es zeigte sich, dass durch ‚Wasser‘ die Laufleistung des Autos um mehr als zehn Prozent erhöht werden konnte. Wassertanken lohnt sich“, fasst es Reuss zusammen. Auch von diesem Projekt war die Jury begeistert. Jennifer Schott erreichte sogar den 2. Platz im Bereich Technik in Niedersachsen und durfte sich ebenfalls über einen Sonderpreis freuen.

Martin Reuss war nach diesen Ergebnissen voll des Lobes und bezeichnete die Jugendlichen als „selbstständig, interessiert, motiviert und begeistert“. Das spiegele sich in Schrift und Wort wider.

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Erstellt:
27. März 2021, 19:12 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 12sec

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