Die Pennigsehler Vertretung in Bützow. Foto: SG Pennigsehl/Liebenau

Die Pennigsehler Vertretung in Bützow. Foto: SG Pennigsehl/Liebenau

Bützow 27.09.2020 Von Bernd Steinbeck

Jugendliche auf Medaillenjagd

Badminton-Cracks des MTV Nienburg und der SG Pennigsehl/Liebenau räumen in Bützow reichlich Ranglistenpunkte ab

Nachdem die Schüler bereits vor vier Wochen wieder in den Wettkampfbetrieb eingestiegen waren, ging auch für die Jugendlichen erstmals wieder um Ranglistenpunkte.

Der Deutsche Badmintonverband hatte dazu zu einem Turnier der Kategorie B nach Bützow in Mecklenburg-Vorpommern geladen. Die Nachwuchstalente des MTV Nienburg brachten zahlreiche Spitzenplätze mit nach Hause, und auch die drei Starterinnen der SG Pennigsehl/Liebenau konnten mit ihren Leistungen zufrieden sein.

Im Einzel war Floriane Mehmert die einzige Vertreterin der SG. Sie belegte am Ende Rang neun. Das gleiche Ergebnis erzielten Ida Scharsitzke und Martin Schmidt (MTV) im Mixed. Mehmert wurde zusammen mit Robert Jende (Harkenbleck) Achter, Luna Marquordt und Clemens Winnefeld (Harkenbleck) beendeten das Turnier auf Rang 13.

Am besten lief es für die SG-Mädchen: Mehmert startete mit Constanze Winnefeld (Harkenbleck), zudem waren Ida Scharsitzke und Luna Marquordt als U15-Spielerinnen in der höheren Altersklasse dabei. Nach jeweils einem Sieg und einer Niederlage trafen beide Paarungen im Spiel um Platz fünf aufeinander. Hier hatten Floriane und Constanze knapp mit 29:27 und 21:17 die Nase vorn.

Vor allem die Nienburger U17-Damen zeigten sehr eindrucksvoll, dass sie nach wie vor zu den Topspielerinnen auf überregionalem Parkett gehören: Im gemischten Doppel holte sich das MTV-Duo Alina Jochim/Tessen Winter den Turniersieg. Auf Platz zwei folgte mit Lara Dietz/Tarik Krukowski (Sachsen Anhalt) die zweite Nienburgerin. Und auch Platz drei ging an den MTV, denn Lea Dietz gewann an der Seite von Nils Ole Ryga (Gifhorn) das kleine Finale, nachdem sie im Halbfinale gegen ihre Schwester knapp den Kürzeren gezogen hatte.

Siegerehrung Mädchendoppel U17: Siegerehrung Mädchendoppel U17: Alina Jochim, Lara Dietz (zweiter Platz), Lea Dietz, Cattareya Paschke (Platz eins). Foto: MTV Nienburg

Siegerehrung Mädchendoppel U17: Siegerehrung Mädchendoppel U17: Alina Jochim, Lara Dietz (zweiter Platz), Lea Dietz, Cattareya Paschke (Platz eins). Foto: MTV Nienburg

In der Einzelkonkurrenz machte sich dann doch die längere Pause bemerkbar. Lara konnte im Halbfinale einen 20:16 Vorsprung nicht ins Ziel retten, und Alina Jochim unterlag bereits im Viertelfinale gegen die Hamburgerin Krawiec in drei Sätzen. Lea Dietz hatte Lospech, denn bereits in Rund traf bereits in Runde eins auf die spätere Siegerin. An dieser Gegnerin scheiterte auch Cattareya Paschke eine Runde später, belegte am Ende den sechsten Rang.

Die Herrenriege U17 hatte erwartungsgemäß einen schweren Stand: So landeten Tessen Winter und Jan Wilewald im Einzel in der Endabrechnung in der Gruppe um die Plätze neun bis zwölf. Ähnlich lief es für Jan im Mixed und Doppel. Pech hatte Martin Schmidt im Doppel U17. Von Setzplatz zwei startete er an der Seite von Tarik Krukowski. Tarik zog sich im Auftaktmatch eine Verletzung zu, sodass bereits nach dem ersten Spiel Endstation war.

Am Sonntag folgte mit den Doppeln die traditionell stärkste Disziplin. Die beiden Mädchendoppel erreichten problemlos das Finale. Besonders beeindruckend war die Leistung von Lea Dietz und Cattareya Paschke. Beide spielen normalerweise mit anderen Partnerinnen, aber aufgrund von Absagen hatte man kurzerhand Lea und Cattareya zusammen aufgestellt. Im Halbfinale besiegten sie nach einer souveränen Vorstellung die höher eingestufte Paarung Dreessen/ Stommel (Hamburg/Berlin) in zwei Sätzen. Und auch das vereinsinterne Duell gegen Lara Dietz/Alina Jochim ging in zwei Sätzen zugunsten von Lea und Cattareya.

Bei den Jungen spielte Tessen Winter in der nächsthöheren Altersklasse und belegte dort einen Platz drei. Bei einer glücklicheren Auslosung wäre sogar das Finale möglich gewesen. Aber so trafen Tessen und Jannik Schmidt (Osnabrück) im Halbfinale auf die späteren Sieger. Trotz einer guten Vorstellung unterlagen sie in zwei knappen Sätzen.

Zwei Siege, zweimal Silber sowie zwei Bronzemedaillen war die Nienburger Ausbeute. Bis zur Norddeutschen Meisterschaft, die Ende Oktober in Preetz (Schleswig Holstein) stattfinden soll, sind noch einige Wochen Zeit, um weiter an der Fitness für das Einzel zu arbeiten: Mixed und Doppel derweil ja einwandfrei.

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Erstellt:
27. September 2020, 06:41 Uhr
Lesedauer:
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