Eine der bei „Junge Kunst“ ausgestellten Arbeiten. Tofaute

Eine der bei „Junge Kunst“ ausgestellten Arbeiten. Tofaute

Nienburg 28.03.2017 Von Die Harke

„Junge Kunst“ bei „ars loci 2017“

Spuren von Graphit bis Kaffee im Rathaus

Kunst des Ortes am Beispiel der Werke von Jugendlichen ist fester Bestandteil von „ars loci“: Die ergänzende, nicht zum Kunstpreis der Stadt gehörenden Präsentation im [DATENBANK=3643]Dendermonde-Saal[/DATENBANK] des Rathauses zeigt Bilder von Schülerinnen, die teilweise im Unterricht entstanden sind und exemplarische Einblicke in Sichtweisen beziehungsweise thematische Auffassungen bieten. Das Angebot zur ausstellenden Teilnahme ging an die drei Gymnasien im Landkreis, die das Fach Kunst als Leistungsfach anbieten. Nach Ansprache und Auswahl durch die Fachlehrerinnen und Fachlehrer beteiligen sich Schülerinnen der Jahrgänge elf und zwölf des [DATENBANK=1081]Johann-Beckmann-Gymnasiums[/DATENBANK] (Hoya) und der [DATENBANK=4419]Albert-Schweitzer-Schule[/DATENBANK]. Gezeigt werden Arbeiten von Lea Bonkowski, Sarah Dzialas, Melissa Harker, Elisa Hoppe, Meret Laufenberg, Emily Menzler, Anik Nordhausen, Franziska Ruh, Henrike Vogels und Lisa-Marie Wigger.

Die meisten Bilder befassen sich in vielfältiger Weise direkt mit der Menschendarstellung und zeugen von dem vorrangigen Interesse an einer figurativen Gestaltung, die nicht im Dekorativen verharrt, sondern auf aneignende Auseinandersetzung mit Realität zielt. Die hierbei erfolgte Berücksichtigung eines künstlerisch-kommunikativen Anspruchs führt in Beispielen motivisch und formalbildnerisch zu denkanregenden Ambivalenzen – ohne sich in Beliebigkeit zu verlieren.

Der Vielfalt in den bildgehaltlichen Ansätzen entsprechen die gewählten bildnerischen Mittel: Spuren von Graphit bis Kaffee, malerische, zeichnerische und Kombinationen verschiedener technischer Verfahren, Figurationen auf unbestimmtem bis Gips- und aleatorischem Grund, detailnaturalistisch mit sensibel angelegter Farbnuancierung bis gestisch-malerisch in sinnstiftend-expressiver Nutzung feinstruktureller Gefüge, wirkungsvolle kompositorische Umsetzungen eines konfrontierenden Gegenübers in ausschnitthafter Nähe und in komplexen Richtungsbeziehungen.

Deutlich ablesbar: die Freude an der Bildgestaltung, der Mut zum experimentellen und ungewöhnlichen Vorgehen, die Intensität und Konsequenz in der Schaffung von Ausdruck, der sich auffordernd als Dialogangebot mitteilt.

Geöffnet ist die Ausstellung zu den Öffnungszeiten des Rathauses. Weitere Informationen sind erhältlich im Kulturveranstaltungsbüro der Stadt Nienburg, Telefon (05021) 8 73 93.

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Erstellt:
28. März 2017, 18:00 Uhr
Lesedauer:
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