Gastgeber Matthias Hogrefe und Dr. Frank Schmädeke mit Ehrengast Clemens Große Macke. Hagebölling

Gastgeber Matthias Hogrefe und Dr. Frank Schmädeke mit Ehrengast Clemens Große Macke. Hagebölling

Gadesbünden 20.05.2017 Von Edda Hagebölling

„Junge Landwirte mehr stärken“

CDU-Aktiv-Team Agrar und Umwelt hatte zu Austausch mit Clemens Große Macke eingeladen

„Junge Landwirte sind gut ausgebildete Unternehmer, die nachhaltig für saubere und sichere Lebensmittel sorgen.“ Von dieser Überzeugung geleitet hatte [DATENBANK=159]Matthias Hogrefe[/DATENBANK], Sprecher des CDU-Aktiv-Teams Agrar und Umwelt, zu einem Gedankenaustausch mit dem Landtagsagbeordneten [DATENBANK=4874]Clemens Große Macke[/DATENBANK] auf den Spargelhof Göllner in Gadesbünden eingeladen. Ebenfalls mit von der Partie: CDU-Kreisvorsitzender [DATENBANK=3806]Dr. Frank Schmädeke[/DATENBANK]. „Wie kein anderer fordert, fördert und unterstützt Große Macke junge Landwirte und Unternehmer“, hatte Matthias Hogrefe schon im Vorfeld betont. Kennengelernt hatte der Kommunalpolitiker aus Heemsen den Landtagspolitiker aus Cloppenburg, als die „Bauernregel-Kampagne“ von Bundesumweltministerin [DATENBANK=2617]Barbara Hendricks[/DATENBANK] für Empörung sorgte. Auch bei Landwirt Matthias Hogrefe. Der hatte, wie seinerzeit berichtet, bereits im Februar bei einem kurzfristig einberaumten Treffen im „Weserwehr“ in Drakenburg betont: „Hier wird ein ganzer Berufsstand lächerlich gemacht. Das geht so nicht weiter. Wir müssen die jungen Landwirte mehr stärken, sonst laufen sie uns von den Höfen weg.“

In genau dieser Absicht war Clemens Große Macke nach Gadesbünden gekommen. Direkt von einer Veranstaltung in den Niederlanden, bei der auch die Grenzen in Europa ein Thema waren. „Grenzen sind wie Mauern. Sie sind schlecht für die Entwicklung. Nicht nur in Kontinenten, auch in den Dörfern“, so der Politiker. Man dürfe darum nie müde werden, den Dialog zu suchen. Und sich hin und wieder neben sich zu stellen und sein eigenes Verhalten zu überprüfen.

Auch appellierte der Landwirt aus Cloppenburg an die rund 50 anwesenden Berufskollegen, eine aktive Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben. Beispielsweise mit einem „Tag des offenen Hofes“. Und sich nicht zu verstecken, wenn wieder einmal ein Skandal die Runde macht.

Große Macke betonte aber auch: „Es sind nicht immer nur die anderen, die Fehler machen.“ Und stellte die Frage in den Raum: Gibt es überhaupt noch den einen Berufsstand? Oder sind die Landwirte längst zersplittert in Hähnchenmäster, Schweinezüchter, Milchviehhalter oder Ackerbauer?

Solidarität vor Ort vermisst er aber auch, wenn wieder einmal Kinder von Landwirten gemobbt werden. „Wo bleibt da der Pastor? Wo der Bürgermeister? Der ländliche Raum muss wieder mehr zusammenhalten“, machte der Landtagsabgeordnete deutlich. An seine eigene Berufskollegen gewandt stellte er die Fragen in den Raum: Wie wollen wir gesehen werden? Wie sehen unsere Höfe aus? Werben wir für uns und unsere Produkte? Haben wir Mut zur Veränderung?

Doch der Halter ökologischer Legehennen ging auch mit der Politik ins Gericht: Es gibt immer weniger Praktiker, dafür aber immer mehr „Experten“. Das wiederum führe immer wieder zu fragwürdigen Entscheidungen. „Mit jeder neuen Verordnung geht ein kleiner Betrieb kaputt“, so der Landwirt und Politiker Clemens Große Macke.

 Dank der sommerlichen
Temperaturen konnte die Veranstaltung auf dem Spargelhof Göllner unter der Remise stattfinden. Hagebölling

Dank der sommerlichen Temperaturen konnte die Veranstaltung auf dem Spargelhof Göllner unter der Remise stattfinden. Hagebölling

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Erstellt:
20. Mai 2017, 21:00 Uhr
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