Alle Hände voll zu tun gab es für die Kinder des „Kinderhaus Rasselbande“ Foto: Lebenshilfe Nienburg

Alle Hände voll zu tun gab es für die Kinder des „Kinderhaus Rasselbande“ Foto: Lebenshilfe Nienburg

Stolzenau 17.10.2020 Von Die Harke

Junges Gemüse und der Kreislauf des Lebens

Gelsenwasser-Stiftung unterstützt Gartenprojekt der Kita „Kinderhaus Rasselbande“

Von Corona wollte sich das Team des „Kinderhaus Rasselbande“ in Stolzenau nicht ins Bockshorn jagen lassen. „Das Leben geht weiter“, so Janin Denker, die die Kita der Lebenshilfe Nienburg gemeinsam mit Karen Wolf leitet.

Getreu diesem Grundsatz zieht sich der „Kreislauf des Lebens“ wie ein grüner Faden durch das Kita-Jahr: Mit frischem Gemüse aus selbst angelegten Beeten, Lebensräumen für Insekten und Blumenpflege. In der Außenanlage der „Rasselbande“ geht’s zu wie auf einer Großbaustelle.

Nur dass die Bauarbeiter keine muskulösen Quadratschränke sind, sondern die Mädchen und Jungen aus der Kita. Was ihnen an Kraft fehlt, machen sie mit Enthusiasmus und Tempo wett: Sozialassistent Maik Faust hat alle Hände voll zu tun, den Arbeitseifer der Jüngsten in geregelten Bahnen zu halten.

„Heute legen wir Hochbeete an“, berichtet Maik Faust und zeigt eine Art mehrstufiger Kiste, in die die wuseligen „Bauarbeiter“ säckeweise Pflanzerde kippen. Eine andere Gruppe verteilt die Erde fachgerecht; wieder andere schippen Kies in kleine Schubkarren, den ihre Kollegen dann zur nächsten Baustelle fahren.

„Unser Projektjahr läuft unter der Überschrift ,Der kleine grüne Daumen‘, erzählt Einrichtungsleiterin Karen Wolf. Dabei gehe es aber nicht allein um das Pflanzen von Blumen, Kohl und Karotten. „Die Lebenswelt der Kinder steht im Mittelpunkt“, sagt Janin Denker. „Was ist gesundes Gemüse? Und wo kommt es her?“

Sich um die eigenen Tomaten zu kümmern und zu lernen, dass sie eben nicht im Supermarkt wachsen, sei für viele Kinder eine neue Erfahrung. „Uns geht es dabei auch um das Leben in seiner Vielfalt, Werden und Vergehen“, so Karen Wolf. „Wir wollen das Thema durchgängig erlebbar machen.“

Unterstützt wird das Projekt der „Rasselbande“ durch die Aktion „Von klein auf Bildung“ der Gelsenwasser-Stiftung. Karen Wolf: „Wir haben uns beworben und haben die Mittel für Pflanzerde, Hochbeete, Bücher, Schubkarren und Gartengeräte für die Kinder bewilligt bekommen. Das bedeutet natürlich eine hervorragende Ergänzung unserer Möglichkeiten.“

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Erstellt:
17. Oktober 2020, 15:07 Uhr
Lesedauer:
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