Kamera gegen Müllentsorgung

Kamera gegen Müllentsorgung

Matthias Brosch Die Harke

Matthias Brosch Lokalredaktion Die Sammlung von Altpapier hilft Vereinen und Feuerwehren im Landkreis, um Einnahmen zu generieren. Meist kommt das Geld der Nachwuchsarbeit zugute. Umso ärgerlicher, wenn die aufgestellten Container als Müllkippen missbraucht werden. Und das kommt sehr häufig vor. Die Feuerwehr Steimbke sieht sich jetzt sogar gezwungen, ihren Altpapiercontainer per Video zu überwachen. Sicher habe es der eine oder andere bereits bemerkt, ein großes Hinweisschild weise bereits von weitem sichtbar auf die Kamera hin, heißt es in einer Pressemitteilung. Ein weiteres Schild erkläre deutlich, was hineingehört: Altpapier und Pappe.

„Nichts Anderes, auch nicht die vielen ‚Och, ist doch nur ganz wenig’ oder ‚Ups, habe ich gar nicht gesehen’ gehören da nicht rein“, wird Steimbkes stellvertretender Ortsbrandmeister Heiko Schwarzenberg zitiert. Der gefundene Restmüll sei erheblich: Bauschutt, ganze Teppiche, Unmengen an Styropor oder alte Autoreifen seien Beispiele.

Da die Feuerwehr diese Gegenstände nicht im Container belassen dürfe, müsse der Inhalt oft mehrmals täglich durchsucht werden. Auch leere Kartons sorgen für Ärger: Manchmal werde an nur einem Nachmittag der komplette Container mit leeren Kartons bestückt, sodass er voll ist. Mit der Folge, dass der nächste, der ordentlich gepacktes Papier abliefern wolle, dieses nicht mehr unterbekomme. Abschließend heißt es: „Die Feuerwehr will den Containerstandort gern erhalten, aber 20 Stunden Arbeit pro Woche kann und will die Feuerwehr nicht mehr investieren.“ Bleibt zu hoffen, dass die Kameraüberwachung wirkt.