Jennifer Hendel half mit ihren Stammzellen einem Teenager in Kanada. Foto: Wesling-Unternehmensgruppe

Jennifer Hendel half mit ihren Stammzellen einem Teenager in Kanada. Foto: Wesling-Unternehmensgruppe

Münchehagen/Stolzenau 17.12.2020 Von Die Harke

Kampf gegen Krebs: 10.000 Euro für Typisierungen gespendet

Zuwendung von Firma Wesling / Zwei Mitarbeiter helfen mit eigenen Stammzellen nach Registrierung

Das ist eine echte Erfolgsgeschichte im Kampf gegen Krebs: Zwei Mitarbeiter aus dem Ferdinand Wesling-Firmenverbund haben in diesem Jahr Stammzellen gespendet. Jennifer Hendel, Fachkraft für Lagerlogistik bei der FW Automobile GmbH Stolzenau, gab mit einer Stammzellenspende einem Teenager aus Kanada die Chance, wieder gesund zu werden. Dirk Reinecke, Hausmeister bei der Ferdinand Wesling GmbH & Co. KG in Münchehagen, hat für seinen an Blutkrebs erkrankten Bruder Stammzellen gespendet.

Die Ferdinand Wesling-Unternehmensgruppe nahm dies nach eigenen Angaben zum Anlass, 10.000 Euro an die DKMS gemeinnützige GmbH (ehemals Deutsche Knochenmarkspenderdatei) zu spenden.

Gleichzeitig wurde im Firmenverbund eine Registrierungsaktion gestartet. Mitarbeiter haben die Möglichkeit, sich bei der DKMS zu registrieren und sich ein Registrierungs-Set zuschicken zu lassen.

Und nicht nur das: Alle Interessierten und damit auch ausdrücklich Menschen, die nicht für das Münchehäger Unternehmen tätig sind, können unter www.dkms.de/wesling kostenlos ein Registrierungsset anfordern.

Hilfe für den eigenen Bruder: Wesling-Mitarbeiter Dirk Reinecke. Foto: Wesling-Unternehmensgruppe

Hilfe für den eigenen Bruder: Wesling-Mitarbeiter Dirk Reinecke. Foto: Wesling-Unternehmensgruppe

„Mit einer Stammzellenspende können Leben gerettet werden. In vielen Fällen ist es für die Erkrankten die letzte Chance, die Krankheit zu besiegen. Leider ist es schwierig, einen sogenannten ‚genetischen Zwilling’ zu finden. Umso wichtiger ist, dass sich möglichst viele Menschen registrieren“, teilt das Unternehmen mit.

„Für eine Registrierung werden mit den beigelegten Wattestäbchen Abstriche von der Wangenschleimhaut gemacht. Anschließend wird das Set per Post an die DKMS zurückgeschickt. Im „DKMS Life Science Lab“ in Dresden werden die Gewebemerkmale analysiert und die Ergebnisse in einer Datenbank gespeichert. Gleichzeitig werden die Gewebemerkmale in pseudonymisierter Form an das ZKRD Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland in Ulm übermittelt. Auf diese Weise stehen die registrierten Personen ab sofort als Spender für Patienten auf der ganzen Welt zur Verfügung“, heißt es von der Wesling Unternehmensgruppe zum Ablauf.

„Es ist ein überwältigendes, großartiges Gefühl, jemandem die Chance auf ein zweites Leben zu schenken. Ich würde es immer wieder tun und kann nur jedem ans Herz legen, sich typisieren zu lassen“, sagt Mitarbeiterin Jennifer Hendel.

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Erstellt:
17. Dezember 2020, 17:38 Uhr
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