Jesse Wiebkes Jahr als „Bufdi“ endete demnächst, daher hat für TSV-Jugendleiterin Petra Lühring
(rechts) und Kassenwartin Susanne Schröder die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin begonnen. Schwiersch

Jesse Wiebkes Jahr als „Bufdi“ endete demnächst, daher hat für TSV-Jugendleiterin Petra Lühring (rechts) und Kassenwartin Susanne Schröder die Suche nach einem Nachfolger oder einer Nachfolgerin begonnen. Schwiersch

Wietzen 05.05.2019 Von Stefan Schwiersch

„Kann dieses Jahr nur jedem empfehlen“

Der TSV und die Grundschule Wietzen suchen zum 1. August einen Nachfolger für „Bufdi“ Jesse Wiebke

Es hat längst Tradition in Wietzen, dass der dortige TSV und die Grundschule einen „Bufdi“ einsetzen, also einen jungen Menschen, der bereit ist, einen einjährigen Berufsfreiwilligendienst abzuleisten.

Jesse Wiebke ist bereits der sechste Kandidat, aber seine Tage sind gezählt: Am 31. Juli wird sich der 19-Jährige von beiden Institutionen verabschieden. Ab Oktober möchte er studieren, Sport in Köln lautet der Wunsch. Damit einher geht der Wunsch von Verein und Schule, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Jesse Wiebke zu finden.

„Ich kannte die Möglchkeit zunächst gar nicht, hier in Wietzen als Bufdi zu arbeiten“, erzählt Wiebke im HARKE-Gespräch. Über einen Artikel in der Heimatzeitung war die Neugierde geweckt, beim Bewerbungsgespräch wusste er zu überzeugen und tat fortan zwölf Monate sozialen Dienst – etwa zu 60 Prozent im TSV und zu 40 Prozent in der Schule.

Dort wirkte Jesse unterrichtsbegleitend in den Fächern Sport, Deutsch und Mathe, kümmerte sich hier und da um einzelne Kinder direkt, gab quasi „Nachhilfe“. Nachmittags wurde es dann sportlich, vom Kinderturnen bis zum Tennis und Fußball galt es, Kinder in Bewegung zu versetzen.

Sein Fazit: „Ich kann dieses Jahr wirklich allen nur empfehlen. Man kann in viele Bereiche schauen, pädagogisch arbeiten und trägt zudem Verantwortung.“ Jesses Abschlussprojekt – Pflicht für jeden Bufdi – steigt am 10. Mai: der Unicef-Sponsorenlauf in Wietzen, ausgehend vom Pausenhof der Grundschule ab 14 Uhr. Eine Hälfte des Erlöses kommt Kindern in Not auf Madagaskar zugute, die andere Hälfte erhalten Schule und Verein.

In Wietzen werden sie Jesse jedenfalls vermissen. Doch Petra Lühring, Jugendleiterin im TSV Wietzen, und ihre Kassenwartin Susanne Schröder sind hoffnungsfroh, dass demnächst Bewerbungen von engagierten jungen Menschen auf dem Tisch landen. Ansprechpartner ist Vereinsvorsitzender Dieter Pielhop, erreichbar per Mail an tsv-wietzen@t-online.de.

Übrigens: Als „Bufdi“ erhält man eine Aufwandsentschädigung von 300 Euro monatlich.

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Erstellt:
5. Mai 2019, 07:39 Uhr
Lesedauer:
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