«Mit dem CO2-Preis haben wir ein wirkungsvolles Instrument geschaffen», sagt CDU-Forschungsministerin Anja Karliczek. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

«Mit dem CO2-Preis haben wir ein wirkungsvolles Instrument geschaffen», sagt CDU-Forschungsministerin Anja Karliczek. Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Genf/Berlin 08.08.2021 Von Deutsche Presse-Agentur

Karliczek will CO2-Preis bei Bedarf anziehen

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) will Preis für CO2-Zertifikate erhöhen, wenn die Maßnahmen zur Erreichung der Klimaziele nicht ausreichen.

„Mit dem CO2-Preis haben wir ein wirkungsvolles Instrument geschaffen, mit dem wir jederzeit nachsteuern können“, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur kurz bevor der Weltklimarat (IPCC) am Montag seinen neuen Bericht vorlegt. „Bei Bedarf müssen wir den Preis weiter anziehen, und dabei die sozialen Auswirkungen abfedern.“

Der CO2-Preis wird auf Emissionen erhoben, die durch die Verbrennung fossiler Energieträger entstehen und damit das Klima belasten. Unternehmen, die Heizöl, Erdgas, Benzin und Diesel auf den Markt bringen, müssen Zertifikate für zurzeit 25 Euro pro Tonne CO2 erwerben, die bei Verbrennung der Heiz- und Kraftstoffs freigesetzt wird. Das erhöht den Preis von Benzin um etwa sieben Cent pro Liter von Diesel um etwa acht Cent.

Klimaschutz-Technologien als „Exportschlager“

Die Regierung müsse jedes Jahr prüfen, ob Deutschland auf dem richtigen Weg ist, um die Klimaziele zu erreichen, sagte Karliczek. Sie hält auch ein Ende des innerdeutschen Flugverkehrs für möglich, wenn der Personenverkehr, etwa die Bahn, entsprechend ausgebaut werde.

Die Forschung müsse zudem an neuen Technologien arbeiten. „Deutschland wird von dieser Entwicklung profitieren“ sagte die Ministerin. „Deutsche Technologien für den Klimaschutz sollen Exportschlager werden. Ich möchte, dass Deutschland auch zur Herzkammer der Klimaschutztechnologien wird.“

Bis 2030 soll der Treibhausgasausstoß in Deutschland um 65 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 verringert werden, bis 2040 um mindestens 88 Prozent. 2045 will Deutschland Klimaneutralität erreichen, das heißt, es soll nur noch so viel Kohlenstoff ausgestoßen werden, wie in Kohlenstoffsenken aufgenommen werden können.

© dpa-infocom, dpa:210808-99-765999/2

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Erstellt:
8. August 2021, 08:52 Uhr
Lesedauer:
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Stoffratte71 08.08.202109:47 Uhr

Klimaschutz schön und gut. Aber es wird wieder nur die falschen Leute treffen. Die Krankenschwester die sich gerade so einen gebrauchten Verbrennerkleinwagen leisten kann. Oder die ganzen Mieter die überhaupt keinen Einfluss auf die Heizungsart haben. Oder muss ich mir jetzt eine Neubaumietwohnung suchen, nur damit ich im Jahr 300€ Heizkosten spare? Aber die im Jahr 1000€ mehr Kaltmiete kostet? Diejenigen, die in Sachen Klimaschutz die Schnauze am größten aufreißen, haben entweder so viel Geld, das ihnen das gepflegt am Hintern vorbei geht, oder sie leben permanent auf Kosten anderer/der Allgemeinheit. Ein kleiner Teil der Bevölkerung in diesem Land scheint tatsächlich zu glauben das 1% der Weltbevölkerung (nämlich wir Deutschen) das Klima retten können. Aber wie hieß es früher schon so schön: Am deutschen (Geld)Wesen soll die Welt genesen...


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