Ein Holzstapel. Foto: Landesforsten

Ein Holzstapel. Foto: Landesforsten

Landkreis 19.12.2019 Von Die Harke

Kaum Buchenholz im Angebot

Forstamt Nienburg hat Eiche als Alternative

„Die Eiche ist in den Wäldern des Forstamtes Nienburg eine häufig anzutreffende Baumart, deren Anteil weiter zunimmt. Etwa die Hälfte der Eichenwälder ist junger Wald, angelegt auf den Flächen, die der Jahrhundertsturm 1972 kahl hinterließ. Schwerpunktmäßig werden nun diese mit etwa 40 bis 50 Jahren noch recht jungen Eichen durchforstet, um sie zu stabilisieren und ihren Wuchsraum zu regulieren“, teilt das Forstamt Nienburg mit.

Dazu werde ein kleiner Harvester eingesetzt, der die Eichen greift und bodennah absägt. Nach dem Absägen würden die Bäume in verkaufsfähige Sortimente eingeteilt. Dabei entstehe vor allem Parkett-, Brenn- und Energieholz. Während aus den höherwertigen unteren Stammabschnitten in Dänemark Echtholz-Parkett gefertigt werde, bleibe das Brennholz in der Region.

„Leider können wir in dieser Saison nur wenig Buchen-Brennholz anbieten“, informiert Forstamtsleiter Henning Schmidtke. „Alternativ haben wir das schlanke Eichenholz aus der Waldpflege zu bieten.“ Eiche habe den gleichen Brennwert wie Buchenholz und lasse sich sehr gut spalten. Bei Lagerung und Trocknung sei allerdings mehr Sorgfalt angesagt und eine Trockenzeit von drei Jahren anzuraten. Eichen-Brennholz sei sofort vorrätig und wird 20 Prozent günstiger als Buche angeboten. „Andere Holzarten sind nur in begrenzter Menge und frühestens im nächsten Jahr verfügbar“, so Amtsleiter Schmidtke. Hintergrund der eingeschränkten Verfügbarkeit von Buchen-Brennholz sei der auf Südniedersachsen konzentrierte Einschlag kranker Buchen.

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Erstellt:
19. Dezember 2019, 17:11 Uhr
Lesedauer:
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