Mehrere Helfer waren auch Montag noch im Einsatz, um das am Sonntagabend in der Weser versunkene Auto wieder hochzuziehen. Foto: FW GF Hoya

Mehrere Helfer waren auch Montag noch im Einsatz, um das am Sonntagabend in der Weser versunkene Auto wieder hochzuziehen. Foto: FW GF Hoya

Schweringen 30.06.2020 Von Holger Lachnit

Kein Grund zur Schadenfreude

Guten Tag

Ein 18-Jähriger vergisst, die Handbremse seines Wagens anzuziehen – und das Fahrzeug rollt in die Weser, treibt ab, geht unter und verschwindet (bislang) auf Nimmerwiedersehen.

Eine Szene, wie gemacht für „Pleiten, Pech und Pannen“. Die Älteren von uns werden sich noch an die Fernsehserie erinnern, die von Mitte der 1980-er Jahre bis Anfang der 2000-er lief.

Der damals bekannte und beliebte Moderator Max Schautzer hatte die Sendereihe konzipiert und moderierte sie auch. Gezeigt wurden Videos von Missgeschicken, die durch Zufall entstanden waren und von Privatleuten aufgenommen wurden.

Das Maskottchen der Sendung war ein Rabe namens „Moritz“ – warum auch immer. Die Fernsehreihe basierte auf Schadenfreude und wurde zu einem großen Erfolg.

Dass Missgeschick des jungen Mannes, der sein Auto in der Weser versenkt hat, sollte kein Anlass für Schadenfreude sein. Vielmehr ist Mitgefühl angebracht. Denn das Ganze wird wohl eine kostspielige Angelegenheit für den 18-Jährigen werden: Unabhängig davon, dass das Auto ein Totalschaden ist, haben die zuständigen Behörden angekündigt, sämtliche im Zusammenhang mit dem Missgeschick entstandenen Kosten in Rechnung zu stellen.

Spezialboote wurden an die Unglücksstelle beordert, zwei Tage lang nach dem Auto auf dem Grund der Weser gesucht. Da kann schnell eine erhebliche Summe zusammenkommen.

Also, seien Sie nicht schadenfroh, halten Sie lieber Abstand, damit Sie gesund bleiben.

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Erstellt:
30. Juni 2020, 04:36 Uhr
Lesedauer:
ca. 1min 41sec

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