Edda Hagebölling DH

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Nienburg 12.11.2016 Von Edda Hagebölling

Kein Ort für Nazis - Ein Kommentar

„50186 - Nienburg kein Ort für Neonazis.“ Unter dem Motto rufen der 50182 und rechte Gewalt und das Weser-Aller- Bündnis – Engagiert für Demokratie und Zivilcourage (WABE) am kommenden Sonnabend ab 11 Uhr zu einem Aktionstag auf, der sich über die gesamte Innenstadt erstreckt. Eingebunden ist die Veranstaltung, der sich auch der Kreisjugendring, die Gruppe Against Racism, attac, NABU, BUND, GEW, DGB, VER.DI, CJD, der evangelische Kirchenkreis Nienburg, die katholische Kirchengemeinde St. Bernward, die Herberge zur Heimat, die Naturfreunde, SPD, Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, die Unabhängige Liste Nienburg, die evangelische Jugend im Kirchenkreis Nienburg, FUNDUS, die Gruppe Linksjugend Solid und das WABE-Jugendforum angeschlossen haben, in die Ausstellung „Oh, eine Dummel – Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit in Karikatur und Satire“, die zurzeit im Nienburger Rathaus zu sehen ist. Karikaturen aus dieser Ausstellung sind an diesem 19. November auch in Nienburgs Straßen zu sehen.

Allerdings hat sich mittlerweile ein Schatten auf den „Aktionstag gegen die Einfalt“ gelegt. Der rechtsextreme „50070“ hat – was für ein Zufall – für ebendiesen Tag eine Demonstration in Nienburg angekündigt. Gegen 14 Uhr will man sich vom Bahnhof aus in Bewegung setzen.

Nazis in Nienburg. Was für ein gruseliger Gedanke

Nazis in Nienburg. Was für ein gruseliger Gedanke. Für viele aber ebenso gespenstisch: Wo die Braunen auftauchen, sind in der Regel auch die – schwarz vermummten – Autonomen nicht weit. Natürlich müssen junge Leute gegen Neonazis auf die Straße gehen. Keine Frage. Aber warum vermummt?

Die Verantwortlichen von Runder Tisch und WABE rufen die „Berliner Erklärung für Toleranz“ in Erinnerung. Dort heißt es unter anderem: „Wir stehen für ein menschliches, weltoffenes und tolerantes Deutschland. Für das friedliche Zusammenleben aller Menschen in diesem Land, ungeachtet ihrer Weltanschauung, Religion, Kultur oder Hautfarbe. Wir sind nicht allein. Unsere stärksten Waffen sind Mut zur Zivilcourage und Entschlossenheit. Auf uns, die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes, kommt es an.“ Angesichts des Rechtsrucks, der durch Europa geht, und nach den Wahlen in den USA ist dieses Statement aktueller denn je.

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Erstellt:
12. November 2016, 21:00 Uhr
Lesedauer:
ca. 2min 04sec

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