Nienburgs Schausteller wollten auf dem Ernst-Thoms-Platz wieder einen Weihnachtsmarkt veranstalten. Doch Corona macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Foto: Stüben

Nienburgs Schausteller wollten auf dem Ernst-Thoms-Platz wieder einen Weihnachtsmarkt veranstalten. Doch Corona macht ihnen einen Strich durch die Rechnung. Foto: Stüben

Nienburg 06.11.2020 Von Die Harke

Kein Weihnachtsmarkt am Ernst-Thoms-Platz

Hilfe für Schausteller: Stadt Nienburg will vereinzelte Buden über die gesamte Innenstadt verteilen

Jetzt ist es offiziell: Es wird keinen Weihnachtsmarkt am Nienburger Ernst-Thoms-Platz geben. Das hat die Stadt Nienburg gestern mitgeteilt. Nach der Absage des „Adventszaubers“ an St. Martin mit Eisbahn, Bühne, Winterwald der Bürgerstiftung und Budenstadt trifft es nun auch den Weihnachtsmarkt der Schausteller.

Zum „Adventszauber“ schreibt die Stadt: „Der Aufbau einer Bühne und Eisbahn scheiden aufgrund der zu wahrenden Abstände bei Ansammlungen von Menschen absehbar auch im Dezember aus. Eine Umzäunung gewisser Teilbereiche in der Veranstaltungsfläche zur besseren Zugangskontrolle wäre in der Umsetzung nur unter hohem Aufwand sowohl finanziell als auch personell und organisatorisch machbar gewesen.“

Darüber hinaus seien die Anforderungen an das Hygienekonzept für den Weihnachtsmarkt der Schausteller, etwa eine Umzäunung des Geländes zwecks Steuerung des Besucherverkehrs, derart aufwendig, dass auch diesbezüglich nach alternativen Konzepten gesucht worden sei.

In Abstimmung mit den Akteuren des „Adventszaubers“ und dem stellvertretenden Vorsitzenden des Schaustellerverbandes, Bernd Weber, werde die Stadt Nienburg nun dezentrale Plätze in der Innenstadt für vereinzelte Angebote an Mandeln, Schmalzkuchen und sonstige Waren, die die Adventszeit „versüßen“, verteilt vergeben. Ob diese dann weiterhin nur als Außer-Haus-Verkauf abgegeben werden können, werde sich in den nächsten Wochen zeigen. Die Entscheidung orientiere und richte sich am Infektionsgeschehen und den jeweiligen Beschränkungen der Corona-Verordnung aus.

Die Verwaltung plane, das Stadtbild dennoch in ein weihnachtliches Ambiente zu tauchen und ziehe dabei auch über den gewohnten Radius hinaus weitere Plätze zur Aufhängung der „Herrnhuter Sterne“ in Betracht. Sinnbildlich gehe es hierbei darum, Lichtblicke in dieser schwierigen Zeit zu schaffen und neue stille Adventszauberwege zu gehen.

„Diese Wege im Herzen der Stadt können Besinnlichkeit und Hoffnung geben“, sagt Bürgermeister Henning Onkes. „Schön wäre es, wenn viele Nienburgerinnen und Nienburger sich davon begeistern lassen und auch in ihren Fenstern, an ihren Gebäuden und auch in Gärten diese Lichtblicke durch vorweihnachtliche Beleuchtung oder Dekoration schaffen können.“

Weitere Informationen werden zu gegebener Zeit auf www.nienburg.de/adventszauber abrufbar sein.

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Erstellt:
6. November 2020, 18:15 Uhr
Lesedauer:
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